Wer dachte, dass Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und ein zumeist wolkenverhangener Himmel nicht die besten Voraussetzungen sind, um Fasching im Freien zu feiern, sah sich getäuscht. Denn was ein echter Gaudiwurm ist, bringt den Asphalt zum Glühen.

In Stralsbach, Premich, Ebenhausen, Katzenbach, Westheim und Steinach sorgten Musikkapellen, allerhand bunt kostümierte Narren und ausgefallene Umzugswagen für ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm zum grauen Februar.

Beste Partylaune

Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung unter den Feierwilligen. "Der Umzug war super. Er hat meiner Tochter und mir sehr gut gefallen", sagte eine Närrin mit rot gepunkteter Clowns-Nase in Steinach. "Wir sind sogar extra aus Burgwallbach hierher gekommen."

Vom Maya-Weltuntergang bis zum Geschäftesterben in den Innenstädten - egal ob Lokales oder Weltgeschehen, politisch spöttelnd oder einfach lustig: Niemand war vor dem närrischen Unfug sicher. Ein Lieblingsthema war in diesem Jahr das Ärzte-Abwandern weg aus Burkardroth: In Steinach, Premich, Lauter und Stralsbach wurden die weggezogenen Götter in Weiß auf die Schippe genommen.

Der Höhepunkt der Faschingszeit ist im Landkreis erreicht - vorbei ist das verrückte Treiben aber noch nicht. Am Montag Mittag bietet sich Faschingsfans in Aura, Stangenroth und Waldfenster schon die nächste Gelegenheit, die Straßen unsicher zu machen. Wer weniger mit der fünften Jahreszeit anfangen kann, sollte sich noch zwei Tage zuhause einschließen. Denn noch regiert König Karneval und hat die Straßen fest im Griff.