Im Rahmend er Kammermusikreihe Zwischen-Spiel gastiert am Freitag, 13. August, das Ensemble Daphne mit Claire Sirjacobs (Oboe) Waleska Sieczowska (Violine), Katharina Henke (Viola) und Anderson Fiorelli (Violoncello) mit dem Programm "Klassik im Originalklang" im Kursaalegebäude des Staatsbades.

Gespielt werden Werke von Luigi Boccherini (Streichtrio c-Moll op. 14 Nr.2), Andreas Lidl (Quartett Nr. 4 C-Dur für Oboe, Violine, Viola und Violoncello) Johann Baptist Vanhal (Quartetto concertante Nr. 1 F-Dur für Oboe, Violine, Viola und Violoncello) und Johann Christian Bach (Quartett B-Dur für Oboe, Violine, Viola und Violoncello.

Claire Sirjacobs ist bei diesem Zwischenspiel das Bindeglied zwischen dem Bayerischen Kammerorchester und dem Ensemble Daphne. Die französische Oboistin erhielt 2004 ihr Oboendiplom (Prof. David Walter) und Kammermusikdiplom am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Von 2003 bis 2005 war sie Akademistin des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Danach studierte sie weiter am Salzburger Mozarteum bei Stefan Schilli. Ihr Interesse für Alte Musik und historische Aufführungspraxis führte sie zur Münchner Musikhochschule, wo sie von 2010 bis 2012 auch noch Barockoboe bei Saskia Fikentscher studierte. Sie ist Mitglied des Bläserquintetts "Aquilon" (u. a. 1. Preis Henri Tomasi Wettbewerb 2003, ARD Musikwettbewerb 2006,Rising Star 2008-2009), das Ensemble für zeitgenössische Musik "der/gelbe/klang", das Barockensemble "colori del barocco" und des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau.

Außerdem tritt sie regelmäßig mit Orchestern wie Les Musiciens du Louvre, Stiftsbarock Stuttgart, Münchner Hofkappe etc. auf. Sie nahm zahlreiche Kammermusik-CDs auf unter anderem für die Gesamtedition der Stiftung Stockhausen.

Als der österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt 1957 zum ersten Mal öffentlich mit seinem Concertus Musicus (so heißt das Ensemble) in Wien auftrat, wurde er als "esoterischer Spinner" beschimpft und die Musiker seines Ensembles als "Darmsaitenritter" belächelt. Sie musizierten nämlich auf historischen Instrumenten und schickten sich an, die Welt der damals gering geschätzten Alten Musik zu erforschen. Doch das Blatt wendete sich Das Publikum fand schon bald Gefallen an dieser neuen, frischen, historisch informierten Aufführungspraxis. Die Presse bejubelte Harnoncourts Musikdeutungen als revolutionär, Veranstalter und Plattenfirmen rissen sich um seinen Concentus Musicus.

Das Ensemble Daphne ist ebenfalls auf der Suche nach dem Originalklang vergangener Epochen konkret der Vorklassik und Klassik. Deshalb stimmt es auf 430 Hertz, was der übliche Kammerton für klassisches Instrumentarium war.

Einlass in der König-Ludwig I-Saal ist am Freitag, 13. August, ab 19 Uhr. Für den Konzertbesuch gelten die gültigen Hygiene- und Abstandsregeln und die FFP2-Maskenpflicht, ergänzend erfolgt die Erfassung der Kontaktadressen und eine Sitzplatzzuordnung an der Abendkasse. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. red