Der Sommer 2015 gehört bundesweit zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Saharahitze und extreme Trockenheit haben zwar auf der einen Seite Natur und Landwirtschaft zugesetzt, auf der anderen Seite aber super Bedingungen für hiesige Eisdielen und Straßencafés geschaffen. Iveta Simsa, Betreiberin des L'alternativa, hat am Marktplatz mehr Eis verkauft als noch im Vorjahr, vor allem Kugeln zum Mitnehmen. "Wir sind mit der Saison zufrieden. Manchmal waren die Tage aber einen Tick zu heiß", sagt sie. Wie sich der Sommer auf den Umsatz in dem Bistro auswirkt, kann sie noch nicht sagen. "Das sehen wir am Jahresende", erklärt Simsa.

Auch im Rosengarten bei Da Vito ist die Eissaison gut gelaufen. "Die Hitze war teilweise ein bisschen extrem. Im Großen und Ganzen sind wir von diesem und letzten Jahr aber begeistert", sagt Juniorchef Maximillian Parrillo. Durchgehend warmes Wetter, wenig Regen und kaum Unwetter begünstigen die Gastronomie im Freien. "Man hat dadurch ein konstantes Geschäft, keine Flauten und kann konstant sein Personal planen", erklärt er. Laut Parrillo sind Temperaturen um die 25 Grad ideal fürs Eisverkaufen. Wird die 30 Grad-Marke geknackt, haben die Leute weniger Appetit und suchen tagsüber eher Abkühlung im Schwimmbad oder am See.

Nicolas Borst hat das Café Kaiser nach der Übernahme durch die erste Sommersaison geführt. "Wir waren zufrieden. Es war ein guter Sommer", meint er. Seine Erwartungen seien übertroffen worden, ursprünglich habe er mit weniger Geschäft gerechnet. "Wir hatten gut zu tun. Nur an den Tagen mit der Saharahitze war es sehr ruhig bei uns", berichtet Borst. Der überwiegend älteren Gästeschaft war es da schlicht zu heiß.

Daniel San Pelegrini vom Eiscafé Cortina in der Ludwigstraße ist über die starken Sommermonate froh. "Im Juli und August haben wir wieder aufgeholt. Von April bis Juni war es nicht so der Renner", sagt er. Gerade die viele Feiertage im Frühjahr, beispielsweise an Ostern, waren für ihn eher mau.