Die Segnung seiner neuen Fahne feiert der Heimatverein Botenlauben mit einem Dorffest rund um das Alte Rathaus am Sonntag, 9. Juni. Mit der Kirchenparade um 9.45 und dem Festgottesdienst in der St. Laurentiuskirche beginnt ein vielseitiges Programm mit Musik, Tanz und Theater.
Nach dem Gottesdienst begrüßt Werner Vogel, der Vorsitzende des Heimatvereins, die Gäste und stellt das neue Wahrzeichen des Vereins vor.
Oberbürgermeister Kay Blankenburg besucht das Fest und wird eine Rede halten. Anschließend verabschieden die im Vereinsring zusammengeschlossenen örtlichen Vereine die langjährige Vereinsringsprecherin Hermine Albert mit einem Ehrenspalier und einem kleinen Empfang im Rathausgarten.
Beim Frühschoppen schließlich unterhält die Feuerwehrkapelle Reiterswiesen mit einem Standkonzert die Festbesucher und begleitet die Kinder und Jugendtanzgruppen des Heimatvereins bei ihren fränkischen Tänzen. Küchenmeister Josef Schmitts Dorfküche hat zum Mittagessen "Reitsch'wieser Spezialitäten" auf der Speisekarte, und ab 13.30 wird der Dorfbackofen im Alten Rathaus zum Brotbacken angeschürt.
Das Museum Heimatstube ist geöffnet, und ab 14 Uhr werden Führungen angeboten. "Waschtag am Dorfbrunnen" ist das Motto des Mitmachporgramms für Kinder, und für die Erwachsenen gibt es hausgemachten Kuchen zum Kaffee. Für einen Höhepunkt dürfte um 15 Uhr das "Ritanswieser Burgtheater" sorgen. Wie im Mittelalter üblich, spielt man auf dem Dorfplatz, quasi mitten unter den Leuten, den Schwank von Hans Sachs "Der fahrend' Magister aus Paris". Die Trachtentanzgruppe des Heimatvereins zeigt um 16.30 fränkische Rundtänze, und danach unterhalten die "Volkacher Ratsherrn" unter den Linden des Rathausgartens die Gäste mit handgemachter fränkischer Volksmusik.
Historische Vorlagen sind Grundelemente der neuen Fahne der Heimatvereins Reiterswiesen. Die Fahne wird als beidseitiges mittelalterliches Wappentuch gestaltet. So werden die Farben, Umrahmung, Wappen und Helmzier des Otto von Botenlauben stark an seine Darstellung im "Codex Manesse" erinnern. Die Fragmentschrift mit dem Namenszug des Grafen hingegen wird aus der Abbildung in der Weingartner Liederhandschrift übernommen.
Vorausgegangen für diese Umsetzung war die Überlegung, das eingeführte Markenzeichen des Vereins behutsam weiterzu- entwickeln sowie eine intensive Recherche und Materialiensuche zusammen mit den Kunstwerkstätten Buri in Höchberg, die die Fahne mit alten Techniken überwiegend in Handarbeit herstellt. Die bisherige Fahne, ein handgenähtes Unikat der inzwischen verstorbenen Annemarie Kuhn aus der Anfangszeit des Heimatvereins, wird im Museum Heimatstube einen Ehrenplatz erhalten.