Die Anwohner aus Windheim interessierten sich sehr für den Vorschlag von Bürgermeister Jürgen Karle, das Stauwehr im Klingenbach zu entfernen. Am Dienstag trafen sie sich zur Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus.


Abriss oder Erhalt?

Während Anwohner Werner Ziegert eine Überplanung im Rahmen der Dorferneuerung anregte, gab es im Grunde zwei verschiedene Meinungslager. Die einen wollten den Abriss, die anderen wollten den Erhalt des Wehres. "Die Feuerwehr braucht das angestaute Wasser zum Löschen", lautete ein Argument für den Erhalt. Für diesen Zweck könne man auch eine Zisterne einrichten, entgegnete ein anderer Anwohner. Eine weitere Möglichkeit biete der Fischteich.
Hauptargument für einen Abriss des Wehres war die Sorge um Hochwasser, dessen Wirkung das Stauwehr verstärken könne, so Karle. "Wer steht mitten in der Nacht auf, um bei starkem Regen das Wehr zu öffnen?", fragte er. Der Stauwehrbereich sei der Mittelpunkt des Dorfes, betonte ein weiterer Anwohner. Da sei ein schönerer Anblick gewünscht als der jetzige Zustand. "Ausbaggern!" war der Wunsch, dem etliche Zuhörer zunickten.
"Komme ich eines Tages in mein Familiengrab?", wollte eine Windheimerin wissen. Denn sie habe erfahren, dass es mit der Verlängerung der Fristen in manchen Fällen wackle. Gut, dass Karle den Friedhofsplan in seinen Unterlagen parat hatte. Nein, dieses Grab sei nicht von der Überplanung betroffen, konnte er die Frau beruhigen. Einig waren sich die Windheimer darüber, das jährliche Gedenken zum Volkstrauertag beizubehalten.
Weitere Fragen richteten sich zu den Themen Wasseruhrenwechsel, Straßenbeleuchtung in der Windheimer Straße und Abdeckplanen der öffentlichen Holzplätze. Auch das Mähen und Mulchen des Gemeindegrundes, die Pflege des Brennerweges und die Abfallentsorgung waren im Gespräch. Ärger habe die nicht zulässige Befüllung eines Metallcontainers mit alten Reifen verursacht, bestätigte Herbert Aul.


266 Hauptwohnsitze

Karle blickte in die Gemeindestatistik und gab die Einwohnerzahlen für Windheim mit 266 Haupt- und 29 Nebenwohnsitzen bekannt. Auf seine Anfrage in den Saal, ob in Zukunft dort Gasanschlüsse durch die Hammelburger Stadtwerke gewünscht werden, war keine spontane Reaktion unter den Anwohnern zu bemerken. Ob das Gas für Windheim komme, das sei anhängig von der Anzahl der Nachfragen, bat Karle um Meldung im Rathaus.
Er bedankte sich zudem herzlich bei den Vereinen und allen Helfern für die Pflege der Außenanlagen.