Die Westheimerin ist CSU-Mitglied, sitzt für die "Freie Wählerschaft" im Stadtrat und hatte mit einem Facebook-Post für Wirbel gesorgt, der die Rechtsstaatlichkeit Deutschlands anzweifelte. CSU-Ortsvorsitzender Detlef Heim bestätigte zwar, dass es am Freitag ein ausführliches Gespräch mit Ebert gegeben habe, legte sich aber nicht fest, wie es nun weitergeht. Das Thema werde in dieser Woche zunächst im Vorstand des Ortsverbands Hammelburg beraten. Zum weiteren Vorgehen werde er sich erst Ende der Woche äußern, kündigte Heim auf Nachfrage an.

Bürgermeister Warmuth stellte klar, dass die Stadt laut Gemeindeordnung formal nicht gegen umstrittene Äußerungen einzelner Stadträte vorgehen könne. Er habe Gabi Ebert allerdings einen "persönlichen Ratschlag" gegeben. Dazu sage er nur so viel: "Gabi Ebert muss nun selbst entscheiden, wie sie mit der Situation umgeht." Nach Warmuths Meinung habe sie im Gespräch den Ernst der Lage erkannt. Jedenfalls hätten sich alle Beteiligten vom Inhalt des Posts distanziert.

Stadträtin Gabi Ebert selbst wollte am Montag auf Nachfragen der Redaktion nichts zu ihrer Zukunft als Ortsbeauftragte und Stadträtin sagen.