Nach seinen Informationen sind aktuell 25 Bürgerinnen und Bürger mit ukrainischer Staatsbürgerschaft in der Stadt gemeldet. Warmuth geht davon aus, dass bei ihnen auch die ersten Flüchtlinge ankommen, einige seien bereits da. Die Verwaltung stehe in Kontakt mit Ukrainern. Zudem habe er bereits Gespräche mit der Bundeswehr geführt, um zu klären, ob es auf dem Lagerberg Unterkünfte gebe. Auch die Kommune selbst werde aktiv: "Wir lassen alle Immobilien untersuchen", stellte Warmuth klar. Zudem liege bereits "eine stattliche Zahl an Wohnungsangeboten" vor. Es gebe täglich Lage-Besprechungen im Rathaus zu dem Thema, versicherte Warmuth.

CBB-Stadtrat Reimar Glückler berichtete, dass seine Fraktion Geld für die Flüchtlingshilfe vor Ort gespendet habe. "Es wäre sinnvoll, wenn wir eine kleine Gruppe gründen, die alles koordiniert", schlug Glückler vor. Die Bürger hätten viele Anliegen, unter anderem sei er gefragt worden, wie Spender sicher gehen könnten, dass ihr Geld für die Unterbringung direkt vor Ort verwendet wird.

"Es wird eine Riesen-Herausforderung", bestätigte Bürgermeister Warmuth, dass es viele offene Fragen gebe. Deshalb habe er auch in der vergangenen Woche aus dem Urlaub heraus bereits Themen angestoßen. Allerdings warnte der Bürgermeister vor Aktionismus: "Ich bin für jede Unterstützung dankbar, aber wir brauchen eine Abstimmung und Koordination." Die Stadt stehe in engem Austausch mit dem Landratsamt, berichtete Warmuth und sagte eine Rückmeldung zum Antrag des CBB zu.

"Die Verwaltung kann Dinge in die Wege leiten, aber wir brauchen langfristig viele Ehrenamtliche", betonte 2. Bürgermeisterin Elisabeth Assmann (Grüne). 3. Bürgermeister Christian Fenn (Junge Liste) berichtete, dass er in Kontakt mit mehreren ukrainischen Familien stehe. "Jeder hat den Eindruck, dass er helfen muss", sagte Fenn, aber: "Vieles ist eben noch unklar."