Sowohl Bürgermeister Jürgen Karle als auch die beiden Gemeinderatsmitglieder Joachim Lutz und Frank Diemer von der Wählergemeinschaft Wartmannsroth waren erstaunt, dass die Anwohner den vorderen Versammlungsraum im Feuerwehrhaus bis auf den letzten Platz füllten. Es mussten sogar noch weitere Stühle herbeigeschafft werden.

Offensichtlich spricht diese gute Teilnahme an der Bürgerversammlung für die Tatsache, dass die Chemie stimmt. Die Vollendung der Großprojekte, nämlich die Sanierung der Ortsdurchfahrt, Umgestaltung des Rathausplatzes, Anbau des Kindergartens, Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos für die Stützpunktwehr und die Erweiterung des Baugebietes "Häg" werde er nicht als aktiver Bürgermeister erleben. Endet Karles zwölfjährige Amtszeit doch am 1. Mai 2020. Auch die Räte Lutz und Diemer werden zur Kommunalwahl am 15. März 2020 für den Gemeinderat nicht mehr kandidieren. Die Aufstellungsversammlung für die Liste der Wählergemeinschaft Wartmannsroth ist am Sonntag, 1. Dezember, um 18.30 Uhr im Feuerwehrhaus. Karle: "Hoffentlich kandidieren viele Frauen."

Die Anwohner interessierten sich auch für die enge Kurve der KG 27 am Ortsausgang in Richtung Diebach. Das Sanierungsprojekt liege in den Händen des Landkreises Bad Kissingen, antwortete Karle. Offensichtlich gebe es momentan keine zufriedenstellende Fördermöglichkeit, und der Ankauf von Grundstücken stehe noch aus. Außen vor sei die Gemeinde auch bezüglich der Sanierung der Verbindungsstraße zwischen Waizenbach und Gräfendorf, beantwortete Karle eine weitere Nachfrage. Nachgefragt wurden die Kosten für eine geplante Durchgangsstraße im Baugebiet "Häg": "Wer bezahlt?" Den Grunderwerb zahle die Gemeinde, so Karle. "Und warum ist der neue Spielplatz mit geschätzten 190 000 Euro so teuer?", lautete eine weitere Frage. In dieser Summe seien auch überlappende Baumaßnahmen wie zum Beispiel Geländebewegungen verborgen. Gewünscht wurde ein behindertengerechter Zugang zum Feuerwehrhaus.