Wie andere auch haben die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) bei der Sanierung des früheren Schulgebäudes ehrenamtlich mitgewirkt. "Doch dabei bleibt es nicht", sagte Vorsitzender Hans Dünninger bei der Jahreshauptversammlung im gemütlichen Hauptraum des Gebäudes erklärten. Zusammen mit Bruno Geiger machte er auf die künftige Betreuungsaufgabe aufmerksam.

Dafür soll keine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts extra gegründet werden. Die Diözese Würzburg hätte mit im Boot sitzen müssen, habe aber abgesagt. Die Mitglieder stimmten daher einer anderen Lösung zu: Die Verwaltung von Veranstaltungen im Schulhaus wird als Abteilung des OGV organisiert. "So bleibt die Gemeinnützigkeit erhalten", sagte Geiger.

Zurzeit zähle der Verein 87 Mitglieder, erklärte Dünninger. "Diese alte Schule ist eine attraktive Alternative zu den sterbenden Gasthäusern in den Dörfern", sagte Ortsbeauftragter Elmar Sell. In diesem Projekt stecke viel Eigenleistung. Diese sei auch in die 700-Jahr-Feier im vorletzten Jahr geflossen. Jetzt könne die Endabrechnung für die Feier vorgelegt werden.

Dritter Bürgermeister Mario Götz lobte die Gärtner: "Sie haben nicht nur das Bewusstsein für Natur und Tierwelt entwickelt, sondern pflegen auch ein sauberes Ortsbild." Die kürzlich entdeckte Feuchtigkeit im Mauerwerk der alten Schule sei in Bearbeitung.

Anerkennung für den OGV Wittershausen gab es auch vom Geschäftsführer des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, Dieter Büttner. Der Verein stehe stabil da - aber wo sei der Nachwuchs? Büttner ehrte langjährige Mitglieder.

Seit 40 Jahren ist Emma Veth (92) ein Mitglied, wofür sie eine Goldnadel bekam. Silber ging an Wolfgang Zink, der auf eine 25-jährige Mitgliedschaft zurück blicken konnte. Die Marktgemeinde Oberthulba erhielt Gold, weil sie als Institution schon seit 40 Jahren OGV-Mitglied ist. Eine besondere Auszeichnung mit Gold nahm Bruno Geiger entgegen, der sich seit 25 Jahren im Vorstand des OGV Wittershausen engagiert.

Auch in diesem Jahr wird die Arbeit den aktiven Gärtner nicht ausgehen: Der Schmuck des Osterbrunnens, Pflanzarbeiten, Dorfplatzpflege, Kinderprogramme mit Nistkästen und Pflege des Schulhauses sind gewohntes Standardprogramm.

Dünninger stellte das Sanierungsprojekt "Schildbrünnle" vor. Der Brunnen soll wieder zum Fließen gebracht werden. Der Familienausflug soll heuer nach Kolitzheim und Volkach führen. Albrecht Sell berichtete vom Steinkauz-Projekt des Landkreises und dessen Umsetzung in Wittershausen. Einen Fachvortrag über Kräuter wird es in diesem Jahr auch noch geben.