Die Besucher konnten in der Turnhalle Zubehör, Bausätze und vor allem fertige Flugzeuge und Multicopter kaufen.

Die Aussteller waren aus einem weiten Umkreis gekommen, zum Beispiel aus Fulda, Aschaffenburg und Erlangen. Neben zwei Händlern waren es hauptsächlich Privatleute, die ihre Modelle verkaufen wollten. Für das erste Mal zeigte sich Mathias Nöth von der MSG zufrieden mit dem Besucherzuspruch, auch wenn die Turnhalle nicht voll mit Publikum war. Dafür hatten die Modellbaufans aber genug Zeit für Fachgespräche.

Die MSG nutze die Börse, um mit Plakaten und Aufklebern auf die Initiative "Pro Modellflug - Hände weg von meinem Hobby" aufmerksam zu machen. Denn die Modellflieger sehen ihr Hobby in Gefahr. Grund sind Pläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, die Nutzung des Luftraum neu zu regeln. Insbesondere soll es eine Flughöhenbegrenzung von 100 Meter geben.

"Wenn die Begrenzung kommt, ist der Modellbau tot", sagte Nöth. Eine Höhe von 100 Meter sei gar nichts für die Modellflieger. Große Segelmodelle erreichen ein mehrfaches dieser Höhe, wie Nöth erklärte. Und auch Modelle für den Kunstflug sind auf größere Entfernungen zum Boden angewiesen.

Die MSG legte während der Modellbaubörse Unterschriftenlisten aus. So wollte sie die Initiative "Pro Modellflug" unterstützen, hinter der der Deutsche Modellflieger Verband sowie Verbände, Hersteller, Händler und Fachverlage stehen. Seit kurzer Zeit gibt es im Internet einen Aufruf für eine Online-Petition.

Die Gesetzespläne sind eine Reaktion auf die auch im privaten Bereich zunehmende Verbreitung von Drohnen. Das Ministerium will mit der angekündigten Neuregelung Gefahren und Unfällen vorbeugen. Für die Modellbauer wird dabei aber alles über einen Kamm geschoren. Nöth betonte: "Die Drohnenfliegerei hat mit der Modellfliegerei nichts zu tun. Drohnen sind eine Modeerscheinung." Er verwies darauf, dass es beim Modellbau um mehr geht als um das reine Fliegen. So gehöre die Auseinandersetzung mit Technik und Aerodynamik sowie der Umgang mit Werkstoffen wie Holz oder Kunststoff dazu.

"Jeder von uns hat zum Beispiel über den Verband eine Versicherung", merkte Nöth außerdem an. Er forderte einen Interessenausgleich. So könnte es für Modellflugplätze wie den der MSG eine Ausnahme von der Höhenbegrenzung geben.