Den 23. März werden Marga Gerlach und Kim Haenelt so schnell nicht vergessen: Die beiden Mitarbeiterinnen der VR-Bank waren gerade auf dem Weg zur Arbeit, als gegen 8 Uhr ein Autofahrer bewusstlos wurde und am Marktplatz verunglückte. "Er ist nur wenige Zentimeter an mir vorbeigefahren", berichtet Marga Gerlach, und: "Ich wäre fast auf der Haube drauf gewesen." Trotz des Schrecks habe sie gleich gemerkt, dass mit dem Fahrer etwas nicht stimmt: "Der Kopf hing auf einer Seite und er bewegte sich nicht." Dann ging alles ganz schnell.

Marga Gerlach war auf dem Gehweg in der Weihertor-Straße unterwegs. Nach dem Fast-Zusammenstoß fuhr das Auto einfach weiter, mähte den Vorwegweiser Frankens Saalestück und einen Begrenzungspoller um, beschädigte eine der Stufen zum Marktplatz und blieb dann zufällig auf einem der Stellplätze stehen. Marga Gerlach und die Auszubildende Kim Haenelt dicht hinter ihr rannten sofort zum Auto, bekamen es aber nicht auf. "Ich empfand es als das Belastendste in dieser Situation, dass wir an den Bewusstlosen nicht ran kamen", erzählt die Ersthelferin.

Hier kam Florian Müller ins Spiel: "Wir saßen gerade beim Frühstück, da haben wir den Knall auf der Straße gehört", erinnert sich der Winzer und aktive Feuerwehrmann. Gemeinsam mit seinem Vater Thomas Müller sei er sofort quer über den Marktplatz gerannt. Selbst der erfahrene Zugführer benötigte zwar einige Versuche, schlug aber schließlich die Scheibe des Fahrzeugs ein.