Schon an der Eingangstür empfängt mich der Geruch von frisch Gebackenem. In der Ladentheke der kleinen Bäckerei in Elfershausen liegen allerlei Köstlichkeiten aus, von einfachen Brötchen bis hin zu Streuselkuchen ist alles dabei. Bäckermeister Udo Winter steht gerade noch in der Backstube und knetet Nachschub für die Bratwürste im Schlafrock. Routiniert arbeitet er die Fleischware in den Teigmantel, unter Zugabe einer geheimen Zutat, die tunlichst im Bericht nicht genannt werden soll, mahnt er lachend.

Mit Lehrzeit geht Winter seinem Beruf nun schon 32 Jahre lang nach, machte 1995 den Meister, obwohl er nie vorhatte, eine eigene Bäckerei zu eröffnen. In der Bäckerei Heribert Roth ist er denn auch lediglich Angestellter, "doch die Bundeswehr hatte das damals noch bezahlt und es ist einfach wahnsinnig viel Know-how, das man in der Meisterschule mit auf den Weg bekommt", erklärt er.

Wie alles zusammen passt

Wie bei vielen Berufen des Handwerks gibt diese den angehenden Bäckern solide Grundlagen mit, nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. "Da ich damals noch fünf Jahre Berufserfahrung als Geselle brauchte, um überhaupt den Meister machen zu dürfen, hatte ich natürlich umso mehr Erfahrung. Das erlaubte mir, das Gelernte viel besser einzuordnen wie in meiner Lehrlingszeit", beschreibt Winter. Zwar hatte dieser bereits zu Lehrzeiten einen sehr guten Ausbilder, doch betont er, dass die Erfahrung ein ebenso wichtiger Lehrmeister sei: "Wir brauchen schon breite Kenntnisse über Zutaten, wie passt was zusammen oder wie reagiert was bei welcher Temperatur?" Hinzu kommen Kenntnis der gängigen, sich stets verändernden Hygiene-Vorschriften und viele andere Dinge.