Adolf Keller und sein Vorstandsteam hatten damals die Bereitschaft gezeigt, ihre Ämter noch für weitere zwei Jahre auszuüben, die jetzt abgelaufen sind. Bei den jetzt anstehenden Neuwahlen hatte sich bereits im Vorfeld eine Mannschaft gefunden, die die Führung des Vereins in die Hände nehmen will. Für Bürgermeister Alfred Gündling und seinen Wahlausschuss war es dann relativ einfach die Neuwahlen durchzuführen.

Gerätewart gesucht

Mit überwältigender Mehrheit wurde Lorenz Neder zum Vorsitzenden gewählt. Sebastian Greubel wurde in seinem Amt als 2. Vorsitzender bestätigt. Alexander Unsleber und Ilona Gößmann-Schmitt sind die neuen Kassierer des Vereins. Schriftführer wurde Markus Lomb. Der Vorstand wird durch die Beisitzer Reiner Keller und Marko Röthlein verstärkt. Zu Kassenprüfern wurden Florian Greubel und Andreas Lomb gewählt. Die Position des Gerätewartes konnte noch nicht besetzt werden. Als Trachtenbeauftragte fungiert Claudia Meierl.
Vor den Wahlen konnte der alte Vorstand zufrieden auf das abgelaufene Jahr zurückblicken. Sebastian Greubel informierte über die Aktivitäten des 126 Mitglieder zählenden Vereins. Das auf Ende August verlegte Straßenweinfest war ein voller Erfolg, der sich auch im Bericht der Kassiererinnen Claudia Meierl und Christine Unsleber positiv darstellte. Claudia Meierl informierte, dass die Vereinsbeiträge 2014 wegen Problemen mit der SEPA-Umstellung noch nicht eingezogen wurden. Dies werde demnächst nachgeholt. Der Beitrag 2015 soll dann zum Jahresende belastet werden.

Höhepunkt der Amtszeit

Adolf Keller ernannte Elmars Sixt und die ehemalige fränkische Weinkönigin und deutsche Weinprinzessin Melanie Unsleber zu Ehrenmitgliedern. "Für mich war die Wahl von Melanie der Höhepunkt meiner Zeit als Vorsitzender des Weinbauvereins", betonte Keller.
Zum vergangenen Jahr im Weinbau berichtete Keller, dass das Jahr ohne Frost mit einer guten Blüte angefangen habe. Leider sei die Witterung im August und September sehr nass gewesen. Auch die Essigfliege habe teilweise Probleme geschaffen. Die Ernte der frühen Sorten sei geringer gewesen, bei den späteren Sorten gab es höhere Erträge. Den Ramsthaler Winzern sei es gelungen, trotz dieser anspruchsvollen Bedingungen wieder sehr gute und interessante Weine zu erzeugen, so Keller.
Zu seinem Abschied gab er einen Überblick über die Aktivitäten und das Engagement des Weinbauvereins seit dessen Gründung im Jahr 1948. Neben der Unterstützung der damals noch vielen kleinen Winzer kam dem Federweißenfest eine große Bedeutung zu. Die Erträge daraus wurden zu einem großen Teil in den Wegebau investiert. "Kaum ein Verein in Deutschland hat sich so in Baumaßnahmen zum Allgemeinwohl engagiert", meinte Keller.
Der neue Vorsitzende Lorenz Neder bedankte sich beim bisherigen Vorstand für seinen Einsatz. Sein besonderer Dank galt Adolf Keller, der 34 Jahre Vorsitzender des Weinbauvereins war.
Bürgermeister Alfred Gündling nutzte die Versammlung um für eine Unterstützung des Projekts "Terroir F - magische Orte des Frankenweins" zu werben. Die Gemeinde will hier in einer Reihe mit bekannten Weinorten eine Fläche am alten Weinberg unterhalb des ersten Weinbergs-pavillions nutzen, um sich Besuchern mit Informationen und einem schönen Blick auf Weinberge und Ort präsentieren. Der Umfang der gemeindlichen Investition, die zu fünfzig Prozent bezuschusst wird, hänge von der Unterstützung der Gewerbetreibenden, Winzer und Vereine ab meinte Gündling.

Die Zeit drängt

Lorenz Neder sagte personelle Unterstützung durch den Verein bei den Baumaßnahmen zu. Über einen finanziellen Zuschuss konnte er noch keine Zusage machen. Da die Maßnahme bis September abgeschlossen sein muss, um die Förderung zu erhalten, ist die Gemeinde im Zugzwang und auf baldige Zusagen angewiesen.
Ziel des neuen Vorstands ist es neue und junge Mitglieder zu gewinnen, die sich im Verein engagieren. Auch mit der Idee, das Federweißenfest in einer neuen Form aufleben zu lassen will sich die neue Mannschaft befassen. Dies steht aber für 2015 noch nicht auf dem Plan.

Geehrt wurden: 10 Jahre: Claudia Meierl, Christina Unleber, Silvia Baldauf, Bernhard Gößmann-Schmitt, Helene Greubel, Klaus Kemmer;

25 Jahre: Klothilde Brand, Hiltrud Büchs , Erika und Klaus Röder und Werner Vierheilig;

40 Jahre: Adolf Keller und Werner Schaub;

50 Jahre: Elmar Sixt