Eine Menge Geld floss in den vergangenen Monaten in große Projekte. Mit dem Ausbau der KG 35 hat auch der Markt Oberthulba in diesen Straßenabschnitt investiert. Neben den etwa 300.000 Euro, die der Landkreis für den Straßenkörper aufbrachte, fielen 422.000 Euro für Arbeiten im Kanal- und Trinkwasserbereich an. Zudem ließ die Gemeinde den Gehsteig neu bauen.

Während die Projekte im Bereich Kanal und Wasser über die Gebühren abgerechnet werden, müssen die Anlieger sich an den Kosten für die Gehwege direkt beteiligen. "Allerdings ist die Schlussrechnung noch nicht erfolgt", so Bürgermeister Gotthard Schlereth.

Die relativ lange dauernde Baumaßnahme war eine besondere Belastung für Anlieger und Ortsbürger. Schlereth dankte für das gezeigte Verständnis, "auch wenn es nicht immer einfach war". Durch Anliegerversammlungen seien die Bürger auch immer wieder informiert und bei der Gestaltung eingebunden worden.

Noch einige Unebenheiten

Für den Straßenausbau werden auch Ausgleichsflächen erforderlich. "Hier könnte eventuell eine Fläche in der Nähe des Friedhofs genutzt werden", meinte der Bürgermeister. Bis auf einige Unebenheiten der Straße, die noch behoben werden müssten, könne die Ortsdurchfahrt als gelungen bezeichnet werden.

Doch führt sie nun schon wieder zu Klagen. Es werde zu schnell gefahren, war schon wiederholt zu hören. Mario Kuchenbrod bestätigte das auch als Anlieger: "Gut, dass die Gemeinde jetzt die Situation gemessen hat". Die Ergebnisse stellte Simone Nürnberger von der Verwaltung vor. Demnach sind 48,7 Prozent der Autos von Frankenbrunn kommend zu schnell gefahren. Von Neuwirtshaus kommend ist es mit 63,4 Prozent noch schlimmer. Bis zu Tempo 90 wurde festgestellt. Besonders in der Nacht sind Raser unterwegs. "Wie man das lösen kann, darüber wird man sich Gedanken machen", so der Bürgermeister.

Ein weiteres Thema war die geplante Stromtrasse. Andreas Schloder fragte nach deren Verlauf und ob es stimmt, dass im Trassenbereich bis zu einer Breite von 40 Metern abgeholzt werden muss. Der Bürgermeister dazu: "Das Thema wird in der gesamten Bevölkerung rege angesprochen. Man merkt, dass große Widerstände von vielen Seiten kommen. Allerdings sind uns noch keine Details bekannt, da ein angesetztes Informationsgespräch kurzfristig abgesagt wurde."

Kritisiert wurde der Zustand öffentlicher Flächen im Neubaugebiet. "Wenn wir diese mit pflegen sollen, sollten sie in einem geeigneten Zustand sein", so Detlef Meyer. Gesetzt hat sich offenbar der öffentliche Brunnen. Er soll nun wieder gerichtet werden. Weitere Diskussionspunkte waren: Pflege einer Baumreihe zum Jagdhaus, Pflanzung einer Ersatzfichte vor der Kirche sowie Ausbesserung der Straße zum Hochbehälter. Hierum wird sich der Bauhof kümmern, wurde versprochen.

Gefreut über die sachliche Diskussion hat sich auch Ortsbeauftragter Klaus Kunder. Er dankte Bürgern und Vereinen für die Unterstützung und das Engagement in der Ortsgemeinschaft. "Hetzlos hat einen guten Ruf nach außen", bestätigte auch Bürgermeister Schlereth.