Den Goldenen Ehrenkranz des Sängerkreises Schweinfurt erhielt Lydia Oppelt. Seit 15 Jahren engagiert sie sich mit großem Erfolg als Vorsitzende für den Gesangsverein "Hoffnung" 1921 in Untereschenbach. Kreisvorsitzender Paul Kolb dankte ihr für das vorbildhafte Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Ehrenamt.

Dass dieser Chor sich hören lassen kann, das bewiesen die 18 aktiven Sänger unter der Leitung von Heike Schmitt mit mehreren Liedern zu ihrer Jahreshauptversammlung in der Zehntgrafenhalle. Insgesamt seien es 57 Mitglieder, berichtete Oppelt.

Gerne singt der Chor zu Feiertagen, Seniorennachmittagen, Jubiläen und runden Geburtstagen, aber auch bei öffentlichen Konzerten. So zum Beispiel in Kloster Altstadt, in Windheim, in Bad Bocklet, in Bad Kissingen, in Karlstadt, im Hammelburger Steintal (heuer wieder am 3. Mai) und voraussichtlich am 28. Juni 2020 auf dem Kreuzberg. Jeden Donnerstag gibt es daheim in Untereschenbach die Gesangsproben. Chorleiterin Schmitt freute sich über die Pünktlichkeit der disziplinierten Sänger und bestätigte: "Langeweile gibt es bei uns nicht".

Wenn auch das interessante Notenmaterial auf den Gesangspulten mit altehrwürdigem Liedgut und moderneren Titeln - bis hin zu fremdsprachigen Afrikaliedern - recht bunt gestaltet ist, kommen die fröhlichen Sänger an einem Problem nicht vorbei: "Wir werden von Jahr zu Jahr älter, und frischer Nachwuchs bleibt aus".

Im kommenden Jahr feiert der Gesangsverein Hoffnung sein 100-jähriges Bestehen. Nicht ganz so lang ist Sängerin Margot Schmitt dabei, die dem Chor seit 65 Jahren ihre Stimme leiht. Geehrt wurde auch Winfried Laske, der seit 40 Jahren mitsingt.

"Wir werden heuer keine Kirchweih mehr ausrichten", kündigte Oppelt an. Denn zu dieser jährlichen Festgestaltung benötige man etwa zehn Helfer, die zwei Tage lang im Einsatz sein müssten. Das könne kaum noch aus eigenen Kräften des Gesangsvereins geleistet werden. "Vielleicht ergibt sich eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen", hofft Oppelt auf die Unterstützung durch jüngere Helfer. Die Jahreshauptversammlung jedenfalls strahlte die Gemütlichkeit eines Großfamilientreffens aus. Nach dem offiziellen Teil saß man noch zum gemeinsamen Gespräch zusammen und sang Lieder.