Wenn ein Musterbeispiel für gelebte Dorferneuerung genannt werden soll, dann ist das frisch renovierte Gemeinschaftshaus in Waizenbach prädestiniert. Zwar sind die Umbauten für Küche und behindertengerechtes WC noch nicht abgeschlossen - im kommenden Jahr geht es zudem mit den Arbeiten an der Außenanlage weiter - doch das Herzstück, nämlich der freundlich helle Saal, ist fertig.
"Das ist nicht nur für uns Waizenbacher, sondern auch für die Gemeinde Wartmannsroth ein tolles Aushängeschild", sagte Stefan Schottdorf dort in der Bürgerversammlung am Dienstag. Mittlerweile seien weit über 1000 freiwillige Stunden Eigenleistung investiert worden, sprach Schottdorf von einem "hohen Leistungsniveau". Einig war er sich mit Bürgermeister Jürgen Karle (FWG) , dass den Helfern sowohl für dieses Projekt als auch für die sonstige Dorfverschönerung herzlich zu danken sei.
Die Fragen der Anwohner gingen mitunter bis ins Detail, so zum Beispiel bei der zukünftigen Parkplatzgestaltung: "Sind die parkenden Autos dann gerade oder schräg angeordnet?", wollte eine Anwohnerin ganz genau wissen. Das konnte Karle noch nicht beantworten, doch dass der Abfall-Container bleiben soll, das wusste er.


Stromtrasse

Weitere Fragen der Anwohner betrafen die Vorgaben für die Abdeckungen der Holzlager auf öffentlichem Grund und die zu erwartende Entschädigung für Landwirte, wenn die Stromtrasse kommt. "Mir ist nichts bekannt von Entschädigungen für Landwirte oder die Gemeinde", sagte Karle. Bemängelt wurde der schlechte Zustand der Staatsstraße, sowohl in Richtung Diebach als auch in Richtung Gräfendorf.


Geringer Bevölkerungsschwund

Die Einwohnerzahl von Waizenbach sei 266, berichtete Karle in seiner Rückschau. Eine Geburt steht dort einem Sterbefall im vergangenen Jahr gegenüber. Vom demographischen Bevölkerungsschwund sei dieses Dorf nur gering betroffen. Nämlich mit nur fünf weniger Einwohner in den vergangenen 20 Jahren.


Neue Bauherren

Im Gegenteil, jetzt gibt es sogar neue Bauherren, die im Baugebiet Steinäcker am neuen Zehnt-weg ihr Häuschen errichten wollen. Karle lobte ausdrücklich die neue Halle im Gemeinschaftshaus und bedankte sich für die damit verbundenen Eigenleistungen.


Lob vom Bürgermeister

"Das ist vorbildlich", sagte Karle. Stellvertretend für die vielen Helfer nannte er Schottdorf und Norbert Kreuzer. Veranstaltungen wie das Kartoffelfest Ende Oktober und regelmäßige Pizza-Abende helfen zusätzlich, das Projekt Gemeinschaftshaus finanziell zu unterstützen.