Nach 23-jähriger Arbeitszeit im städtischen Bauhof verabschiedete Bürgermeister Armin Warmuth mit Edwin Heinickel einen versierten und beliebten Mitarbeiter, der zum Ende des Monats in den Ruhestand geht. "Die Verabschiedung Langjähriger scheint in diesem Jahr zum guten Brauch zu werden", meinte er sichtlich bedauernd. "Denn mit dem Weggang erfahrener Kräfte sind auch Veränderungen verbunden, die zu schultern sind", fügte er hinzu.
Edwin Heinickel trat - auf den Tag genau - als Maurer und Dachdecker im Bauhof ein. Seine Ausbildungen erhielt er bei den heimischen Baufirmen Ruppert und Keidel. Besonders wegen seiner Dachdeckerkenntnisse fragten Kirchenverwaltungen oft nach ihm.
"Wenn es an den Dächern der Gotteshäuser etwas zu richten gab, hieß es immer, schickt uns den Edwin", wusste Warmuth. Dass solche Aufgaben nicht ungefährlich waren, zeigte sich bei einem Unfall in Diebach im vorigen Jahr, bei dem sich Heinickel erheblich verletzte.


"Ein bekanntes Gesicht"

Der gebürtige Gauaschacher hatte ein umfangreiches Tätigkeitsfeld. Vor allem bei der Beschilderung zu wichtigen Anlässen galt der Scheidende - nicht zuletzt wegen seines vorausschauenden und flexiblen Reagierens auch zu außergewöhnlichen Arbeitszeiten - als Fachmann.
"Er kennt die Stadt wie seine Westentasche und zeigte sich immer greifbar", lobte der Rathausobere, der "ein bekanntes Gesicht im Bauhof verliert". Mit dem Dank für die vielschichtigen Tätigkeiten und einem Präsent wünschte der Bürgermeister Edwin und Gattin Christa Heinickel einen angenehmen Ruhestand. Ihren Dank statteten auch Bauhofleiter Arnold Zier mit den Worten "Edwin kennt sich aus" und Personalratsvorsitzende Gaby Holtmann ab, die namens der Kollegen ein Präsent überreichte.


"Ein gutes Team"

Stadtbaumeister Detlef Mohr fand es "spannend", mit dem versierten Heinickel zusammen gearbeitet zu haben. "Du warst einer, der kritische Situationen auch einmal hinterfragte und sich traute, Fragen zu stellen. Das beeindruckte mich", lobte er den "hellwachen" Mitarbeiter, der "vortreffliche Arbeit leistete". Dies bestätigte auch der Leiter der Verkehrsüberwachung (VÜD), Peter Sell, der nur zu gerne auf Heinickel zurückgriff, wenn Straßenbau- oder Beschilderungsmaßnahmen notwendig waren. "Wir waren immer ein gutes Team", versicherte er mit einer Aufmerksamkeit und seinem Dank.
Verwaltungsleiter Roland Goerke wartete mit einem Foto auf, das Heinickel bei der Arbeit zeigt. "Du warst dir für keine Arbeit zu schade", unterstrich er. Auch die Tourist-Info ließ Grüße überbringen.
"Ich war gerne bei der Stadt. Ich hatte mit vielen Leuten Kontakt, es war eine schöne Zeit", bilanzierte Edwin Heinickel, der keine Sorge hat, "jetzt in ein tiefes Loch zu fallen". "Ich habe einen Garten, den ich bearbeiten kann, und werde öfter in Gauaschach bei Verwandten zu finden sein. Außerdem plane ich, gemeinsam mit meiner Frau, öfter einmal einen Urlaub einzulegen, in Gegenden, in denen es uns gefällt."