Mit einem Gesamtvolumen von rund neun Millionen Euro ist der Haushalt der Gemeinde Wartmannsroth so groß wie noch nie. Jetzt wurde die Hauhaltssatzung einstimmig verabschiedet. Ausschlaggebend für die ungewöhnliche Höhe sind die geplanten Investitionen, die sich im Vermögenshaushalt (rund 4,45 Millionen Euro) widerspiegeln. So zum Beispiel für Projekte zur Dorferneuerung in verschiedenen Ortsteilen, aber auch für Baumaßnahmen wie die Grundschul-Aula und die Sanierung des Rathauses.

Jetzt wurde noch das Projekt "Neues Backhaus Dittlofsroda" durch Vertrags-Abschluss mit der Teilnehmergemeinschaft "6 Wartmannsroth" einhellig von den Räten bestätigt. Platz für das neue Backhaus in der Mitte des Ortes wurde vor ein paar Tagen durch den Abriss des ehemaligen Pfarrhauses geschaffen. Die Kosten dieser Dorferneuerung wurden auf rund eine Drittelmillion Euro geschätzt. Bürgermeister Florian Atzmüller rechnet mit einem erheblichen Anteil an Zuschüssen vom Amt für Ländliche Entwicklung und hofft auf die Eigenleistungen der Anwohner.

"Wir bewegen uns in einem ähnlichen Finanzrahmen des Gemeindehaushaltes wie vor etwa 20 Jahren", bestätigte Atzmüller einen Hinweis der Räte. Damals sei in das neue Wasser- und Kanalnetz für alle Ortsteile investiert worden. Jetzt sei ein Berg an Vorplanungen aus den vergangenen Jahren abzuarbeiten, die jetzt allmählich verwirklicht würden.

Konstant geblieben sind die Steuerhebesätze: "Grundsteuer A und B mit je 320 v. H. sowie Gewerbesteuer mit 380 v.H.", berichtete Kämmerin Sarah Schwender. Relativ konstant geblieben sind auch die Verwaltungskosten der Gemeinde, wie dem Verwaltungshaushalt von rund 4,5 Millionen Euro zu entnehmen ist.

Saniert werden muss der Abwasserkanal am Schafberg von Wartmannsroth.Die Räte waren sich einig, dass die Hauptanschlussleitungen inklusive der Straßenabläufe und Straßenabzweige instand gesetzt werden sollen. Die Hauseigentümer können wählen, ob sie unter Kostenbeteiligung ihre Hausanschlüsse gleich mit sanieren lassen wollen.

Schließlich stimmte die Räte aus Überzeugung einem so genannten Bündelvertrag mit Kubus GmbH zu. Denn der Strom für die Endverbraucher und die Straßenbeleuchtung in Wartmannsroth und den Ortsteilen soll in den Jahren 2023 bis 2025 ökologisch produziert sein. Der Jahresverbrauch der Gemeinde liegt bei rund 360.000 Kilowattstunden, so die Info.

Will sich die Gemeinde an den Kosten für die Entwässerung des Hornhagweges (Neuwirtshaus) beteiligen? Dort möchte eigentlich Frank Vogler bauen. Kurzfristig hatte er jedoch seinen entsprechenden Antrag zurückgezogen, sodass dieser Tagesordnungspunkt entfiel.