Soll die Obere Dorfstraße, teilweise oder insgesamt, eine Einbahnstraße werden? Bei einer Ortseinsicht des Bauausschusses mit den Anwohnern erläuterte Gerner die Absicht des Rats, eine Einbahnstraßenregelung zu etablieren. Nahezu alle Befragten sprachen sich für eine einbahnige Straße aus, die meisten für eine ortauswärtsführende Variante. Unterschiedlich äußerten sich die Anwohner in der Länge der Einbahnstraße.

Ein Probebetrieb soll jetzt die verschiedenen Wünsche beinhalten - einmal Teilstrecken beziehungsweise die ganze Straße - sowohl ortsauswärts wie ortseinwärts. Dabei sind auch die einmündenden Gassen zu berücksichtigen. Zeitgleich wird eine Geschwindigkeitsmessung und eine Fahrzeugzählung durchgeführt. Tobias Pfülb regte zudem einen Spiegel an der "Ziegelgasse" an.

Anschluss an Nahwärmenetz

Das Projekt Nahwärmenetz verzeichnet nach der Gründungsversammlung rund 210 Mitglieder. Ideal, so Bürgermeister René Gerner, wären 300 Mitglieder. Deshalb will der Vorstand für die unlängst gegründete Genossenschaft noch einmal die Werbetrommel rühren - notfalls auch "Klinken putzen" - , um das erstrebte Quantum zu erreichen.

Denn Ende des Monats ist Schluss mit den Meldungen. Dann geht das Projekt an das Planungsbüro, wie die Vorsitzenden, Ingo Betz-Eichler und Robert Volpert, in ihrem Sachstandsbericht erinnerten. Zuvor war das Thema Diskussionspunkt der Gemeinderatssitzung. So schlug Martin Keller vor, das Alter der Heizung, das auf zehn Jahre limitiert ist, um fünf Jahre zu erweitern.

Ein Betreiber erhält einen Anschluss, wenn seine Heizung noch keine zehn Jahre alt ist und er den Anschluss spätestens nach zehn Jahren nutzt. Willibald Kippes hingegen errechnete eine Amortisation des Nahwärme-Anschluss nach sieben bis acht Jahren und sprach sich gegen eine Verlängerung aus. Vorsitzender Betz-Eichler befürchtete bei einer Zeitausweitung, "dass wir die ersten 30 Jahre nicht schaffen". Es bleibt bei der vorgesehenen Frist. Wenn alle Fakten eingegangen sind, kann eine Wirtschaftlichkeitsprüfung stattfinden, der nach positiver Prüfung die Gründungsbestätigung für den Genossenschaftsverband folgt. Dann sind auch Förderungen aus unterschiedlichen Töpfen möglich.

Gedanken muss sich die Gemeinde über den Anschluss gemeindlicher Gebäude machen. Das ist laut Gerner "ein ganzer Schwung". Zu entscheiden ist hier über den Anschluss des Rathauses, des Musikerheims, des "Mützel"- und des "Müllerhauses", des Feuerwehrgebäudes und des Kindergartens sowie der Schule und des "Eulentreff". Weitere Kandidaten wären das Pfarrhaus, das "Kickuth"- und das Benifiziaten-Haus. Auch hier müssen die anzuschließenden Grundstücke bis zum Monatsende feststehen. Der Kreisumlagebescheid für das Haushaltsjahr 2022 beträgt für die Gemeinde Fuchsstadt ca. 872.000 Euro (Vorjahr 800.000 Euro). Er passierte gegen eine Stimme. Einmütig befürwortete das Ratsgremium die Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts der "Kommunalen Allianz Fränkisches Saaletal". Damit ist eine weitere Personalstelle und der Antrag für entsprechende Zuwendungen beim Amt für Ländliche Entwicklung in trockenen Tüchern.

Keine Einwände hatte der Rat gegen den Anbau an ein Einfamilienhaus "Am Kiegel". Die Zuständigkeit für dieses Vorhaben liegt allerdings beim Landratsamt. Den Förderantrag der Caritas beschied der Rat gegen eine Stimme mit einer Zusage von pauschal 500 Euro. Aus dem Bauausschuss ist noch zu berichten, dass im Dach des Musikerheims mehrere Löcher sind. Beim Ortstermin empfahl Architekt Thomas Ruser, den Hohlraum unter dem Dach nicht zu dämmen, sondern eine waagrechte Dämmung einzubauen. Für die Dacheindeckung schlug er die "Berliner Welle" vor.

Den beschädigten Bildstock am Alten Schulzengarten restaurierte Gabriela Herrmanns. Sie berichtete, dass ein neuer Grundsockel herzustellen war. Es blieb die Frage, ob der Bildstock weiterhin an seinem Platz verbleiben soll. Alternativen wären an der Straße zum "Sand" und am Spielplatz "Am Schafhof" in Richtung Weiher. Die Räte konnten sich in der Sitzung jedoch auf keinen gemeinsamen Standort festlegen.