Mit 316 Einwohnern ist Hetzlos der kleinste der acht Ortsteile von Oberthulba, hat aber mit 17 Zu- und sechs Wegzügen prozentual die höchste Steigerung an Einwohnern. Nun stand die Bürgerversammlung an. Ortsbeauftragter Klaus Kunder begrüßte dazu Bürgermeister, Verwaltung und zahlreiche Besucher im Feuerwehrhaus Hetzlos.

Bürgermeister Mario Götz ging auf die Personalentwicklung in Verwaltung, Bauhof und Schule des Marktes ein. Er bezifferte die Schülerzahlen, sowie die technische und digitale Ausstattung der Grund- und Mittelschule Thulbatal und freute sich über steigende Anmeldezahlen in der Offenen Ganztagsschule.

Aktuell verfügt der Ortsteil über vier freie Bauplätze, davon zwei in privaten Händen. Mit dem Bauabschnitt II Oberm Dorf sei man dabei, vier weitere Baugrundstücke zu schaffen. "Wir gehen dabei mit Augenmaß und Ziel vor, Innen vor Außen heißt unsere Devise", so der Bürgermeister. Am Regionalbudget 2022 beteiligt sich Hetzlos mit dem Projekt Verkaufsraum am Biohof. Zum Thema Sturzflutmanagement werde es eine Informationsveranstaltung geben.

Götz ging auch auf den Haushalt des Marktes Oberthulba ein, die Schulden betragen aktuell 1,48 Millionen Euro und die Zahlen hätten sich im vergangenen Jahr noch ganz gut entwickelt. In den letzten Monaten sei auch der Waldumbau vorangetrieben worden, mit 25.000 Setzlingen habe man Mischbestände etabliert.

Für die Ukraine-Hilfe seien Spendengüter zusammengekommen, um einen 40-Tonner voll zu beladen. Die Spenden seien dort angekommen, wo sie gebraucht wurden.

Info-Veranstaltung geplant

Die Alte Schule von Hetzlos wurde vor kurzem in die Denkmalliste aufgenommen und aufgrund einer fehlenden Gaststätte am Ort, plant man, das Feuerwehrhaus zu erweitern. Jetzt gelte es zu überlegen, ob die Förderung vom Amt für Ländliche Entwicklung zur Sanierung der Alten Schule, oder für die Erweiterung des Feuerwehrhauses verwendet werden soll. Klaus Kunder, der auch Vorsitzender des Feuerwehrvereins ist, stellte die Planung zum Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses vor. Am 7. April findet eine Informationsveranstaltung zu diesem Vorhaben statt.

Ein Thema des Abends war die Mobilfunknetzversorgung. Ein Netzbetreiber habe eine Suchkreisanfrage für Hetzlos - Büchelberg gestartet, um die Staatsstraße abzudecken und mit 5G zu versorgen. Dazu sei ein rund 60 Meter hoher Stahlgittermast nötig. Es habe schon eine Besichtigung stattgefunden, bei der auch Drohnen zum Einsatz gekommen seien. "Der Vorteil davon ist die Versorgung des Ortsteils Hetzlos, der Nachteil liegt in der Beeinträchtigung des schönen Areals Büchelberg", so Bürgermeister Götz.

Man müsse sich eingestehen, dass es in erster Linie nicht um Hetzlos, sondern um die Versorgung der Staatsstraße gehe, sagte Kunder. Wenn der Standort nicht realisiert werde, bleibe der Empfang auf absehbare Zeit unbefriedigend, mahnte er. Bei manchen heiße es schon Netzlos, statt Hetzlos, scherzte ein Besucher. Die Akzeptanz von Funkmasten sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen, so der Bürgermeister. Vielleicht sagen die Kinder in zehn Jahren, wir hätten uns schon an den Mast gewöhnen können, wenn wir ihn jetzt nicht zulassen, sagte Johannes Pfennig.

Die Frage nach einer Zweitmeinung zu diesem Thema kam von Werner Dobmann. Er fragte auch nach Energiesparen bei der Straßenbeleuchtung. Von 1 bis 5 Uhr gebe es eine Nachtabsenkung und außerdem sei aktuell der Förderbescheid für Umrüstung auf LED auf ihrem Schreibtisch gelandet, antwortete Geschäftsführerin Nicole Wehner. Außerdem informierte sie über den fehlenden Förderbescheid für eine neue Sirene, die alte sei nicht mehr reparabel.

Für eine Verbesserung der Spielplatzsituation soll ein Ortstermin vereinbart werden.