Auf Initiative von Kathi Cavallo, der Sprecherin des Tourismus- und Freizeitnetzwerkes der Gemeinde Sandberg, werden die gemeindlichen Obstbäume mit gelben Bändern versehen. Diese Möglichkeit haben auch Obstbaumbesitzer, um auf diese Weise ihre Bäume zum Abernten freizugeben und so ungenütztes Obst anderen zur Verfügung zu stellen. Das gelbe Band am Stamm bedeutet: "Dieser Baum darf abgeerntet werden." Schon in anderen Regionen gibt es diese Aktion, die Cavallo als einen wichtigen Beitrag zur Nutzung von Streuobstbäumen bezeichnet. Wichtig sei, dass nur an gekennzeichneten Bäumen geerntet werde. Ein unerlaubtes Ernten an nicht gekennzeichneten Bäumen sei Diebstahl und könne vom Bewirtschafter zur Anzeige gebracht werden.

Keine Äste beschädigen

Es dürfen bei der Ernte keine Äste abgebrochen oder die Bäume auf sonstige Weise beschädigt werden. Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt werden und müssen so hinterlassen werden, wie sie angetroffen wurden. Das Abernten auf fremden Grundstücken geschehe auf eigene Gefahr. Das Obst könne selbst genutzt werden. Alternativ können Äpfel und Birnen auch zu den Annahmezeiten in die Kelterei gebracht werden. Wichtig sei hier allerdings, dass nur reifes Obst, das nicht angefault oder angeschnitten ist, abgegeben wird. Äpfel und Birnen dürfen bei einer Anlieferung nicht gemischt werden.

Bänder bei der Gemeinde

Bürgermeisterin Sonja Reubelt war gerne bereit, die gemeindlichen Bäume zu kennzeichnen. "Das ist eine gute Sache, wenn das Obst genutzt wird." Auch 3. Bürgermeister Stefan Söder befürwortete die Aktion. "So ist wenigstens klar, welche Bäume abgeerntet werden dürfen." Wenn Bürger gelbes Band benötigen, können sie es in der Gemeindeverwaltung bekommen. Kathi Cavallo möchte zudem eine Liste erstellen, aus der hervorgeht, wo Bäume stehen, die abgeerntet werden können. Daher sei eine Meldung bei ihr oder der Gemeinde Sandberg sinnvoll.