Seit Jahrzehnten hat die Bundespolizei einen Standort in Oerlenbach, zunächst als Bundesgrenzschutz, und seit dem Mauerfall als Fortbildungszentrum. Daraus ist ein enges Verhältnis gewachsen. Und so liegt es nahe, dass sich Gemeinde und Bundespolizei auch gemeinsam gesellschaftlich engagieren. Am Montag, 4. Dezember, ist es wieder soweit. Zum 7. Mal findet in der St. Burkardus-Kirche in Oerlenbach ein Kirchenkonzert für einen guten Zweck statt. Beginn ist um 19 Uhr. Musikalische Unterstützung erfährt das Bundespolizeiorchester aus München an diesem Abend erneut durch die Sopranistin Sara Magenta Schneyer.

Beim ersten Benefizkonzert im Jahr 2011 konnte ein Spendenerlös von 2000 Euro an die Gründerin und Vorsitzende des Projektes "Eine Schule für Bamiyan" übergeben werden. Ein Jahr später ging der Spendenerlös in Höhe von 1500 Euro an die "Stiftung Sonnenschein" in Oerlenbach. 2013 wurden 3225 Euro der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks "Sternstunden" überreicht und 2014 wurden 2575,27 Euro der Nüdlinger Werkstatt - Lebenshilfe e.V. Schweinfurt gewidmet. 2015 gingen 2005,50 Euro an die Stiftung Antenne Bayern hilft, und im vergangenen Jahr spendeten 400 begeisterte Zuhörer 2550,30 Euro für den Verein "Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V."

Die Besucher dürfen sich auch dieses Mal wieder auf ein anspruchsvolles Programm freuen. Das Bundespolizei-Orchester München wurde 1952 gegründet und hat bis heute seinen Sitz in München. Das sinfonische Blasorchester mit seinen 46 Musikern repräsentiert die Bundespolizei bei Wohltätigkeits-, Stand- und Unterhaltungskonzerten sowie Jubiläumsfeiern. Als eines von drei professionellen Orchestern der Bundespolizei ist es sehr gefragt und dementsprechend viel unterwegs. Der Montag nach dem 1. Advent ist seit 2011 beim Bundespolizei-Orchester aus München fest eingeplant und wird auch diesmal viele Gäste anlocken.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden zugunsten der Aktion "Weihnachtshilfe" der Saale-Zeitung wird gebeten.

Sara Magenta Schneyer besuchte das Musische Gymnasium in Bamberg, an dem sie ihre erste musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier, Geige und Gesang erhielt. Als semiprofessionelle Tänzerin trat sie 2006 in dem Ballett "Der Nussknacker" in der Hauptrolle - Clara - am E.T.A. Hoffmann Theater Bamberg sowie am Schweinfurter Stadttheater auf.

Nach dem Abitur begann sie ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik C.M. von Weber in Dresden bei Prof. Christiane Junghanns, sang dort in mehreren Hochschulproduktionen und war vier Jahre lang aktives Mitglied und Solistin des Dresdner Kammerchors unter der Leitung von Hans - Christoph Rademann. Es folgten Auslandsstudien bei Prof. Nicolas Domingues am Konservatorium in Montpellier, Frankreich, und schließlich 2011 der Wechsel an die Universität der Künste Berlin; dort in den Klassen von Prof. Elisabeth Werres und Prof. Anna Korondi.
Verschiedene Produktionen führten die junge Sängerin unter anderem zum Prignitzer
Theatersommer oder nach Rostock, wo sie im Rahmen des Sommercampus 2013 unter Helmut Rilling in der Matthäuspassion zu hören war.

Sie schloss im Sommer 2014 ihr Studium mit großem Erfolg ab. Beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2014 gewann sie den Sonderpreis für Konzertengagements der Johann-Sebastian-Bach- Stiftung Leipzig. Die Kantaten von Bach, sowie das Konzertfach im Allgemeinen haben in ihrem Sängerleben nun einen festen Platz. Die Sopranistin wuchs in den Lagen der fränkischen Weinberge in Zeil am Main auf.