Die Mitglieder des Bad Kissinger Familienbeirats trafen sich zu ihrer ersten Sitzung, in der sie ihren Vorstand bestimmten. Zur ersten Vorsitzenden wählten sie Kirsten Piening. Ihr Stellvertreter ist Thomas Heinrich. Zur Schriftführerin bestimmten sie Anja Gröschel. Das Gremium tritt in Bad Kissingen die zweite Amtszeit an. Bisher war Oberbürgermeister Kay Blankenburg Vorsitzender der Gruppe und zwei Sprecher vertraten die Mitglieder.
Künftig stellt der Familienbeirat selbst einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. OB Blankenburg rückt aus zeitlichen Gründen und "aus Respekt für den Beirat" beiseite.
Die Stimmung im Sitzungssaal des Rathauses ist gut. Die Frauen und Männer lachen. Man kennt sich. Vier neue Mitglieder sind unter den elf Beiräten. Am 11. Juli gaben 72 Bürger ihre Stimmen für den neuen Familienbeirat der Stadt Bad Kissingen ab. 14 hatten sich bereit erklärt, die Aufgaben zu übernehmen, elf von ihnen wurden ins Gremium gewählt. Früher wurden die Mitglieder delegiert, erklärt Karin Reidelbach. Zum Beispiel vom Kindergarten. Jetzt kann sich jeder im Vorfeld in Listen eintragen.

Neue Ansätze von neuen Beiräten

"Der Beirat hat viel bewegt. Ich hoffe, dass wieder viel voran geht", sagt Kay Blankenburg. Die Familienfibel und das Spielplatzkonzept nennt er als Beispiele. "Ich möchte, dass sich herumspricht, dass Bad Kissingen eine familienfreundliche Stadt ist", sagt OB Blankenburg. David Rybak, Jugendreferent der Stadt, ist besonders angetan von der Arbeit der Gruppe: "Der Familienbeirat kann Brücken schlagen zwischen Bürger und Verwaltung", meint er. "Wir sind Sprachrohr für die Kleinsten und vielleicht für die Größten", sagt der stellvertretende Vorsitzende Thomas Heinrich. Der Kidro-Geschäftsführer war bereits in der vergangenen Amtszeit Mitglied des Beirats und zweiter Sprecher des Gremiums. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Mitgliedern: "Neue Leute bringen neue Ansätze mit."
Es seien oft einfache Sachen, die einen Nutzen für viele Menschen haben, sagt Vorsitzende Kirsten Piening und meint damit Sonnenschirmhalter im Schwimmbad, für die sich der Beirat eingesetzt hat.
Mit dem Familienbeirat steht der erste neue Beirat für diese Amtszeit, sagt David Rybak. Nach den "großen Ferien" wollen die Mitglieder in den "Arbeitsmodus" starten und erste Ideen sammeln. "Das Wichtigste ist, dass die Familien aktiv mitmachen", sagt Thomas Heinrich. Diese können ihre Anliegen direkt bei den Mitgliedern vorbringen. "Vorher dürfen sie nicht sagen, das wird ja doch nichts." bcs