Pater Korbinian Klinger wurde ehrenamtliches und soziales Engagement schon die Wiege gelegt. Lange bevor er Franziskanerpater war, engagierte er sich in seiner Heimat als Feuerwehrmann. Jetzt ist wieder im Einsatz, im Bischofsheimer Feuerwehrhaus, aber nicht als Feuerwehrmann sondern in der Corona-Teststrecke. Außerdem engagiert er sich im Impfzentrum in Bad Neustadt.

Solidarität mit den Menschen, sich gesellschaftlich da einbringen, wo er gebraucht wird, das ist für den Guardian das Klosters Kreuzberg eine Selbstverständlichkeit. Aus der Presse hatte er erfahren, dass Helfer im Impfzentrum benötigt werden und er hat sich gleich gemeldet. Einmal in der Woche sitzt er am Telefon, nimmt Anmeldungen entgegen und beantwortet Fragen. Als dann in Bischofsheim die Teststrecke aufgebaut wurde und die Stadt Bischofsheim einen Aufruf für freiwillige Helfer startete, war es für Pater Korbinian Klinger klar, dass er sich auch hier einbringen möchte.

"Im Moment ist auf dem Kreuzberg nicht viel los, da kann ich mich engagieren. Wenn wieder mehr Besucher zum Kreuzberg kommen können, dann wird sich wohl die Situation entspannen und ich werde in der Teststrecke nicht mehr gebraucht." In der Bischofsheimer Teststrecke ist Pater Korbinian je nach Dienstplan an zwei Tagen in der Woche im Einsatz. Seine Ausbildung und Tätigkeit als Altenpfleger im Franziskanerorden komme ihm hierbei zu Gute. Im Wechsel nimmt der Abstriche oder ist mit der Testauswertung beschäftigt. "Was ich mal gelernt habe, kann ich einbringen."

Für Pater Korbinian ist es auch eine schöne Gelegenheit die Rhöner kennen zu lernen. Er ist seit 1. Oktober Guardian auf dem Kreuzberg und nutzt jede Möglichkeit um den Menschen näher zu kommen und die Rhöner Mentalität kennen zu lernen. Er selbst werde von den Menschen, die zum Test kommen im Augenblick kaum erkannt. "Ich bin ja in Schutzkleidung und mit Maske. Habit kann ich hier nicht tragen." Doch mit seiner offenen, den Menschen zugewandten und fröhlichen Art fällt es ihm nicht schwer, Kontakte zu knüpfen und auch ein offenes Ohr für Sorgen zu haben. Es sei zutiefst franziskanisch zu den Menschen zu gehen, sich für ihre Belange einzusetzen und zu engagieren.

Das hat Pater Korbinian auch in seiner Zeit in Rheda-Wiedenbrück getan. Dort setzte er sich für faire Verträge in der Fleischverarbeitung ein. In der Rhön ist es nun die Corona-Pandemie, die Klinger handeln lässt.