Groß war das Interesse der Schwärzelbacher an der Bürgerversammlung, wie das gut gefüllte Sportheim bewies. Bürgermeister Jürgen Karle und Zweiter Bürgermeister Roland Brönner nahmen Stellung zu den Fragen der Anwohner. Das vielfältige Thema Dorferneuerung beschäftigte die Versammelten. Was wird aus dem Projekt Lindenplatz? Karle erinnerte daran, dass sich die Teilnehmer-Gemeinschaft längst für die Sanierung des Sportheimes ausgesprochen habe. Die hierzu nötige Kostenverlagerung sei erfolgt. Außerdem sei das Sportzentrum der Mittelpunkt des Dorfes, sagte Marcus Scholz (FWG Schwärzelbach). Nur wenige Veranstaltungen wie zum Beispiel das Straßenfest fänden auf dem Lindenplatz statt.

"Reicht das Geld für so viele Dorferneuerungen in allen Ortsteilen der Gemeinde Wartmannsroth?", wollte ein Anwohner wissen. Man soll die Fördermöglichkeiten nicht verpuffen lassen, sondern die Anträge bei den Ämtern stellen und so die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung ausschöpfen, antwortete Karle. Der Verwaltungsleiter der Gemeinde, Daniel Görke, wies darauf hin, dass ohne schlüssige Konzepte für die Dorferneuerung kaum Aussicht auf Förderung bestehe. "Und es sollten bezahlbare Konzepte sein", ergänzte Karle.

Höhere Abwassergebühren

"Dreckklöße, Präservative und weiterer Müll" lande in der Schwärzelbacher Kläranlage, sagte Karle. Deshalb sei ein Rechen für die Vorfluteranlage dort genau so wie für die Kläranlage in Windheim sinnvoll. Vorbei seien jene Zeiten, als der Klärschlamm als Dünger auf die Äcker durfte. Wegen des höheren Kostenaufwandes für die Entsorgung sei in Zukunft mit höheren Abwassergebühren zu rechnen.

Der Wunsch nach Tempo 30 im Bereich des Kindergartens und die dort oft zugeparkte Ortsdurchfahrt waren den Anwohnern eine Meldung wert. Gemeldet wurden auch "schützenswerte" Steinhaufen auf dem Acker, für deren Beseitigung beim Landratsamt extra um Erlaubnis gebeten werden müsse.

Formfehler: Neuer Termin

Wegen eines Formfehlers bei der Einladung zur Aufstellungsversammlung für die zukünftigen Gemeinderatskandidaten und Nominierung von Bürgermeisterkandidaten in Schwärzelbach gibt es einen neuen Termin am Sonntag, 1. Dezember, um 19 Uhr im Sportheim. Die Tätigkeit des Bürgermeisters sei weiterhin auch in der kommenden Amtsperiode hauptamtlich, bestätigte Karle. Zusammen mit Brönner sprach er seinen herzlichen Dank jenen freiwilligen Helfern aus, die mit Eigenleistungen erfolgreich Hand an die Erhaltung des Dorfes Schwärzelbach legten. So zum Beispiel habe die Wandergruppe den Friedhofsbereich verschönert.

Für Bürgermeister Jürgen Karle sind die Bürgerversammlungen heuer die letzten in seiner Amtszeit.