Vor allem Straßen- und Verkehrsfragen dominierten die Bürgerversammlungen in Ebenhausen und Rottershausen. Die einzelnen Punkte arbeitete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf.

"Das Thema Straßenausbaubeitragssatzung wird uns in der Zukunft beschäftigen. Ab 1. April 2016 hat sich die Gesetzeslage geändert.
Danach können Kommunen die bisherigen Anliegerbeiträge durch alljährliche Abgaben aller Bewohner ablösen", informierte Bürgermeister Franz Kuhn (CSU) zu einer Anfrage in Ebenhausen. Noch gelte gemäß gemeindlicher Satzung die Umlegung auf die betroffenen Anwohner. Diese Form praktizierten 92 Prozent der unterfränkischen Gemeinden. Dabei sollte man noch bleiben, empfehle der Bayerische Gemeindetag. Eine Mustersatzung für eine Neuabrechnung fehle noch. Eine Umstellung sei derzeit offen.


Gespräche mit der Polizei führen

Gewünscht wurde, an der Einmündung der Erlen- in die Oerlenbacher Straße das Parkverbot mit weißen Zickzack-Linien auf der Straße zu erneuern. "Als dort noch eine Arztpraxis bestand, war dies nötig. Jetzt müsste die gesetzliche Vorgabe ausreichen. Wir werden dazu Gespräche mit der Polizei führen", schlug der Bürgermeister vor. Diese wird auch zusammen mit dem Landkreis zum Thema Radweg von Ebenhausen nach Oerlenbach zu Rate gezogen. Vor der Firma Hegler endet der Radweg. Dort auf die Kreisstraße einzubiegen, sei sehr gefährlich, hatte ein Bürger angemahnt.

Vom Leitenweg fließt bei Starkregen das Wasser in seine Obstwiese, hatte der Besitzer geklagt. Abhilfe, so verdeutlichte vor allem Ratsmitglied Manfred Greubel (FWG), könne nur ein Ausbau des Weges bringen. Der Gemeinderat stimmte einer Rücksprache mit einem Bauingenieur zu, um Lösungsmöglichkeiten abzuwägen.


Schotterschicht für Kissinger Weg

Der Kissinger Weg wird im Herbst eine neue Schotterschicht erhalten, befand das Gremium zum Wunsch eines Bewohners. Hinderlich seien hohe beziehungsweise auf die Gehsteige ragende Hecken, war weitere Klage in Ebenhausen. "Wir überprüfen regelmäßig den Bewuchs und mahnen Behinderungen an. Sichtdreiecke sind einzuhalten. Zudem gilt Tempo 30", informierte der Bürgermeister.

Dauerthema seit Jahrzehnten ist der Bahnhof mit seinem Umfeld. Das Gebäude selbst ist inzwischen in Privatbesitz. Die Bahn plant - so Bürgermeíster Kuhn - eine Generalsanierung der Gleisanlagen. "Den unzumutbaren Zustand der Toiletten und Parkplätze monieren wir seit langem und laufend. Die Bahn ist Eigentümer und Nutznießer. Spätestens im Zuge der Gleiserneuerung erwarten wir von der Bahn eine nachhaltige Lösung", schloss sich der Gemeinderat der Haltung des Bürgermeisters an.


Handlauf im Friedhof

Lob erhielt die Gemeinde dafür, dass in der Turnhalle Duschköpfe und Heizung umgehend erneuert beziehungsweise neu eingestellt wurden. Der Schließmechanismus der Kippfenster werde noch fachlich überprüft, sagte Kuhn zu.

"Die Hinweise zu überstehenden Kanaldeckeln in einigen Wegen in Rottershausen haben wir dem Abwasserzweckverband zugeleitet", informierte der Bürgermeister. Der Ortsrandweg unterhalb des Löhleins - im Zuge der Dorferneuerung hergerichtet - muss nicht neu geschottert werden. "Wir waren vor Ort. Da besteht kein Handlungsbedarf", erklärte Kuhn zur Anregung eines Bewohners. Im Friedhof werde man zu den vorhandenen Stufen einen Handlauf aufstellen, um die Sturzgefahr zu mindern. "Die Schwarze Pfütze ist nach dem Brand in erbärmlichen Zustand. Der Eigentümer unternimmt nichts. Bezüglich der Verkehrssicherheit stehen wir laufend mit dem Landratsamt als zuständige Behörde in Verbindung", ging der Bürgermeister auf dieses Problem ein.


Entwicklung bedauert

Der Gemeinderat bedauerte die Entwicklung des geschichtsträchtigen ehemaligen Gasthauses: "Den weiteren Verfall können wir nicht aufhalten."
Schließlich ging es noch um die Teilnahme von Rottershausen am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden". Ortsreferent Dieter Werner hatte in der Bürgerversammlung zu einer Anmeldung ermutigt, zumal Rottershausen mit Dorferneuerung und Flurbereinigung wesentlich an Qualität gewonnen habe.


Bewohner sollen gefragt werden

"Am Montag, 9. Mai laden wir alle Bewohner, um 19.30 Uhr, in den Mannschaftsraum der Feuerwehr ein, um die Haltung der Bürger zu erfahren", gab er weiter. "Wir werden als Gemeinde zur Seite stehen. Gefragt sind aber in erster Linie die Bewohner", verdeutlichte der Bürgermeister.
Der Gemeinderat billigte alle einzelnen Schritte und verdeutlichte, die direkte Einflussnahme der Bürger gründlich abzuwägen und für nötig erachtete Punkte umzusetzen.