Gewinner des mit 5000 Euro dotierten Preises ist der 18-jährige Pianist Julian Trevelyan, der im vergangenen Jahr beim Kissinger KlavierOlymp den 2. Platz erreicht hatte. In diesem Jahr war er traditionsgemäß wieder beim Kissinger Sommer und überzeugte wieder mit einem couragierten Programm und durchdachten Interpretationen. Das gab Fördervereinsvorsitzender Anton Schick sen. beim Mitgliederempfang im Rossini-Saal bekannt.
Julian Tevelyan, der seit kurzer Zeit in Paris studiert, konnte nicht zur Preisverleihung kommen, da er zurzeit einen Meisterkurs besucht, der am heutigen Montag mit einer Prüfung endet. Er hatte aber eine kleine Videobotschaft am Intendant Tilman Schlömp geschickt, in der er sich für die Auszeichnung bedankte. Die wurde während des Empfangs auf die große Leinwand projiziert. "Der Kissinger Sommer ist jetzt auch technisch im 21. Jahrhundert angekommen", kommentierte Anton Schick das Ereignis.
Das Preisgeld wird nicht nach England überwiesen - allerdings nicht wegen der Unsicherheiten des Brexits, sondern weil bereits vereinbart wurde, dass Julian Trevelyan zur Mitgliederversammlung des Fördervereins im November kommen wird. Dann bekommt er Geld und Urkunde und wird vielleicht auch ein paar Takte spielen.