In der Kommune an den Hängen der Schwarzen Berge bahnt sich ein Ende der Kreidezeit in den Schulen an. Etwa 50 000 Euro fließen in die Digitalisierung der Schulen. Das Geld fließt in Infrastruktur und technische Ausstattung.

Markt Burkardroth: Bedarf bei den Schulen abgefragt

Mit der Pandemie habe die Investition wenig zu tun. "Das ist schon länger geplant gewesen", sagt Daniel Wehner (CSU), Bürgermeister der Kommune. "Wir hatten bei den Schulen abgefragt, welche Geräte benötigt werden." Der Bedarf ist breit aufgefächert. Verschiedene Computer, Leihgeräte, Dokumentenkameras und Beamer finden sich auf der Liste. Die Kommune beschafft nun unter anderem zwei Koffer mit je zehn Tablets als Leihgeräte für die Schüler. "Vorher war wenig Interesse da. Es braucht eine Lehrerschaft vor Ort, die sagt: Jawoll, wir kümmern uns darum." Denn für die Technik brauche es Kümmerer. Das gelte besonders für die Leihgeräte. Dabei geht es um Fragen wie, wer überhaupt ein Tablet bekommt, wie die Tablets zurück in die Schule kommen und wie sie beansprucht werden. "Da hat der Lehrer vor Ort den Einblick", meint Wehner.

Die Zuschüsse belaufen sich hier laut Heiko Schuhmann, Kämmerer der Kommune, auf etwa 32 000 Euro. Die Geräte teilen die Mittelschule in Burkardroth und die Grundschule mit den beiden Standorten in Premich und Lauter untereinander auf. Außerdem kommt das Aus für den Overhead-Projektor. An seiner Stelle projizieren nun Dokumentenkameras die Lerninhalte für Schüler an die Wand.

Glasfaser kommt bis in die Klassenzimmer

Um eine schnelle, funktionierende Technik zu gewährleisten, erhalten die Schulen noch Glasfaseranschlüsse. "Das müssen wir noch in die Räume reinlegen", sagt Wehner. In der Mittelschule sei die Kommune schon weit. "Wir sind ziemlich fertig", kommentiert Schuhmann den Stand der Arbeiten am Schulstandort Burkardroth. Die Leitungen liegen bereits in den Klassenzimmern.

Nun sei die Grundschule mit den beiden Standorten in der Kommune an der Reihe. In diesem Zuge soll auch der Hort in Lauter mitvernetzt werden. "Dazu läuft derzeit gerade die Ausschreibung", sagt Schuhmann. Und: Auch in Premich soll es voran gehen. Für den Ausbau des Glasfasernetzes erhält die Kommune Fördergelder über den Digitalpakt des Bundes. Die Summe beträgt etwa 144 000 Euro.

Viele beantragen Förderung - das sorgt für Probleme

Allerdings bereitet Wehner eine Sache Kopfzerbrechen: "Es ist wie immer. Wenn es Zuschüsse gibt, ruft jeder sie ab." Die Folge: "Bis die Tablets geliefert werden, dauert es." Nichtsdestotrotz gibt es von Heidrun von Schoen, der Schulleiterin der Burkardrother Mittelschule, Lob für den Einsatz der Kommune: "Unsere Gemeinde hat ihre Hausaufgaben gemacht, wir sind perfekt ausgestattet."

Markt Burkardroth: Mittelschule begeistert über Anstrengungen der Kommune

In der Mittelschule gibt es zwei Computerräume mit etwa 40 Plätzen, jedes Klassenzimmer hat einen Laptop. Die Zeiten mit Overhead-Projektoren gehören ebenfalls der Vergangenheit an. "Die sind schon lange verschwunden. Wir arbeiten mit Dokumentenkameras", sagt von Schoen. Seit zwei Jahren gibt es am Schulstandort eine I-Pad Klasse. "Wir haben 500 MBit Glasfaser und Wlan im ganzen Haus." Aufgrund der Pandemie arbeiten die Lehrer mit den Schülern im Distanzunterricht. "Das läuft über Videokonferenezen. Es funktioniert gut - sowohl was die Schüler als auch die Technik und Lehrer angeht." Die Lehrer hätten sich gut fortgebildet. "Es ist zwar kein Vergleich zum Präsenzunterricht, aber wir müssen das beste daraus machen." Ihr Fazit zu den Digitalisierungs-Bemühungen des Marktes: "Die Gemeinde hatte schon immer ein offene Ohr für uns, es war bislang nichts dabei, was wir nicht bekommen haben."