Komplexe Einsatzlage: Auto rast in Menschenmenge - 160 Einsatzkräfte üben Ernstfall

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160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
In der Gemeinde Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen fand am Samstag (14.03.2026) eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt ...
160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
NEWS5 / Pascal Höfig (NEWS5)
160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
In der Gemeinde Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen fand am Samstag (14.03.2026) eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt ...
160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
NEWS5 / Pascal Höfig (NEWS5)
160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
In der Gemeinde Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen fand am Samstag (14.03.2026) eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt ...
160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
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In der Gemeinde Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen fand am Samstag (14.03.2026) eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt ...
160 Einsatzkräfte proben den Ernstfall: Auto rast in Menschenmenge bei fiktivem Anschlag
NEWS5 / Pascal Höfig (NEWS5)

Im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei wurde eine große Übung für den Ernstfall durchgeführt. Polizei und Rettungsdienste trainierten gemeinsam ein Anschlagsszenario mit vielen Beteiligten.

Am Samstag, dem 14. März, haben Rettungskräfte und die Polizei gemeinsam den Ablauf bei einer Gefahrensituation im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei geübt. Der bayerische Innenstaatssekretär Sandro Kirchner kam persönlich zur Übung, um sich ein Bild vom Ablauf zu machen. Im Interview mit News5 sagte er, dass man "in der heutigen Zeit (...) vor solchen Situationen nicht gefeit" sei. Beispiele aus der Vergangenheit hätten "schrecklich aufgezeigt", was passieren könne. Neben der Polizei und dem Rote Kreuz seien beobachtend auch Feuerwehr und Bundeswehr mit dabei gewesen.

Das angenommene Szenario sah vor, dass ein Auto plötzlich in eine Menschenmenge fährt. Für die Teilnehmenden begann die Übung am Samstagvormittag direkt mit einer großen Herausforderung. Rund 120 Freiwillige stellten Verletzte dar oder hatten andere wichtige Rollen übernommen. Laut Martin Kuhn, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken, gehe es bei der Übung darum, auch für "komplexe Einsatzlagen gemeinsam handlungsfähig" zu sein und "etwaige Reibungsverluste herauszufinden".

Anschlagsszenario auf Menschenmenge: Polizei und Rettungsdienst üben Ernstfall - mit fast 300 Beteiligten

Die etwa 160 Teilnehmenden aus Rettungsdienst und Polizei hatten die Aufgabe, die schwierige Lage gemeinsam zu bewältigen. Im Mittelpunkt stand, wie der Rettungsdienst mit vielen verletzten Menschen umgeht, sie behandelt und an die Polizei zur weiteren Betreuung übergibt sowie der Aufbau wichtiger Strukturen am Einsatzort. Dazu beschreibt Andreas Seidel, Abteilungsleiter der Zentralen Dienste Bayerisches Rotes Kreuz, das Vorgehen der Einsatzkräfte: "Wir haben feste Algorithmen in den Taschen, auf den Fahrzeugen und anhand der Checklisten wird wirklich die Schadensstelle durchgeschaut und jeder Patient einer sogenannten Sichtungskategorie zugeordnet." Diese erstrecke sich von "schwerst verletzt, mittelschwer oder leicht verletzt", erklärt er. Das Ziel: Den Schwerstverletzten "möglichst als erstes die Hilfe zukommen lassen, die sie benötigen", sodass man "Todesopfer vermeiden" könne. Die Sicherheit der Einsatzkräfte gehe dabei immer vor der Patientenversorgung vor-  daher sei die Zusammenarbeit mit der Polizei "wirklich unerlässlich".

Seidel zufolge sei der Anfang der Übung wie geplant verlaufen. Die Kollegen hätten - auch wenn es "am Anfang ein bisschen merkwürdig erscheinen" möge - sich gesammelt und einen Plan gemacht, wie sie vorgehen wollen, wie sie die Sichtung durchführen. Anschließen hätten sie die Aufgaben "klar strukturiert verteilt" und seien dann nach etwa eineinhalb Minuten "in den Schaden rein", um die Patienten - vor allem die Schwerstverletzten - herauszufinden. 

Auch Holger Baumbach, der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Unterfranken, zieht nach der Durchführung des Szenarios ein positives Fazit. Der Weg zur erfolgreichen Bewältigung von komplexen Lagen beginne ihm zufolge "weit vor dem Einsatz" und zwar mit "Begegnungen, fachlichem Austausch und gemeinsamem Training". Mit den Erkenntnissen der heutigen Übung könnten sie "den gemeinsamen Erfahrungsschatz weiter anreichern", um auch künftig die "bestmögliche Sicherheit für die Menschen in der Region zu gewährleisten", heißt es von ihm in einer aktuellen Pressemeldung des Polizeipräsidiums Unterfranken.