Es war ein außergewöhnlicher Winter, mit so viel Schnee wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Hinzu kamen Lockdown, Homeschooling, Homeoffice etc. Viele Einheimische waren zuhause und haben ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dieser Situation gemacht. Sie haben das eine oder andere Highlight neu oder anders entdeckt. Die Touristinformation Bischofsheim hat daher zu einem Fotowettbewerb aufgerufen, um die Besonderheiten und Schönheiten der Region einzufangen und zu zeigen.

Da eine verstärkte Social-Media-Präsenz ein Ziel sei, wurde der Aufruf zum Fotowettbewerb "Mein schönstes Rhöner Winterbild" über die Facebook-Seite der Touristinformation und den Bischofsheimer Boten gestartet. Organisiert hat die Aktion Daniel Fergerson (Rhön-Drohne) in enger Zusammenarbeit mit Gerhard Nägler von der Touristinformation.

Wunderbare Vielfalt

52 Bilder wurden eingereicht, mit ganz unterschiedlichen Motiven: Berge, Landschaften, Gewässer, Skulpturen und Sahara-Schnee ergaben eine wunderbare Vielfalt, beschreibt Gerhard Nägler. Eine Jury, bestehend aus Bürgermeister Georg Seiffert, Gerhard Nägler, dem Tourismusbeauftragten des Stadtrates, Klaus Seiffert, und den drei Künstlerinnen Johanna Barth, Johanna Helle und Claudia Fink, bewerteten die Bilder, wobei nicht eine professionelle technisch-fotografische Ausführung maßgeblich war, sondern die Emotionalität, die die Bilder transportierten. "Wir wollten bewusst keinen Profiwettbewerb, sondern einen Aktion für jedermann", erklärte Nägler. Bürgermeister Seiffert war begeistert von der großen Resonanz und den tollen Beiträgen. "Die Wahl fiel uns wirklich schwer", erinnert er sich an die Bewertung.

Enge Entscheidung

So liegen die drei Siegerbilder auch knapp beieinander. Alle drei entstanden am Himmeldunkberg, beziehungsweise am Rockenstein oberhalb von Oberweißenbrunn. Siegerin, mit 55 von 60 Punkten, wurde Elisabeth Knacker aus Frankenheim. Sie fotografierte den Blick vom Himmeldunkberg zum Kreuzberg und Arnsberg, mit dem Schäferkarren im Vordergrund. Herbert Reder aus Rothenfels am Main fotografierte auf der Hochfläche des Himmeldunkbergs Spaziergänger und Spuren im Schnee. Sein Bild erzielte 52 Punkte. Florian Haschke aus Bischofsheim war am Rockenstein und hielt die rund ums Gipfelkreuz versammelten Ziegen im Bild fest, was ihm 51 Punkte einbrachte. Alle drei Sieger erhielten "Böschemer Geschenkgutscheine" in unterschiedlichen Werten und die berühmte Böschemer Kaffeetasse. Die Tasse bekomme außerdem jeder, der ein Bild eingereicht habe. Der Bürgermeister freut sich schon auf weitere Fotowettbewerbe, möglicherweise zu einer anderen Jahreszeit und einem anderen Thema.