Max Strauß, älteste Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß sprach auf dem Volkersberg nicht nur über Politik, sondern plauderte in diversen Passagen seines abwechslungsreichen Vortrags auch aus dem sprichwörtlichen Nähkästchen.

Die Themenpalette des nach eigenen Worten nur noch einfachen CSU-Mitglieds reichte vom aus heutiger Sicht rechtsextremen Terroranschlag auf dem Münchener Oktoberfest im September 1980 bis hin zur aktuellen Corona-Pandemie. Auch die seiner Überzeugung nach zurückgehende Bedeutung Deutschlands in der Welt sowie die Flüchtlingsproblematik flossen in seine Ausführungen ein. Zu eventuellen künftigen Regierungskoalitionen auf Bundesebene hat der 61-Jährige eine klare Meinung: "Die Grünen sind deutlich europafreundlicher als die SPD."

Angesichts gravierender Veränderungen auf dem Globus müsse man sich immer wieder vergegenwärtigen, dass die Bundesrepublik für Alleingänge jeglicher Art einfach nicht mehr groß genug sei. "In der Welt löst die Macht immer mehr das Recht ab", bedauerte der Jurist.

Bei der Schilderung einiger persönlicher Erlebnisse wird durchgängig offensichtlich, dass Max Strauß seinen Vater Franz Josef sehr bewundert hat. Unter diesem Aspekt lässt sich auch erklären, dass der Sohn längst nicht mit allen Entscheidungen, die heute die Parteiverantwortlichen treffen, konform geht.

Nachdem sich der Redner auf eine entsprechende Frage noch schnell als Liebhaber Frankens bezeichnet hatte, nahmen die Zuhörer gern die Gelegenheit wahr, sich mit dem Gast in lockerer Runde zu unterhalten.