Mit dem neuen Vorschlag für ein Feuerwehrhaus in Volkers macht es sich die PWG gerade zu leicht. Es ist toll, dass sich dort angesichts der bevorstehenden Stadtratswahl eine junge und motivierte Truppe gefunden hat. Doch der Vorstoß kommt zu spät. Seit vier Jahren ist bekannt, dass eine Lösung her muss. Nur zehn Tage vor der entscheidenden Sitzung die Karten neu zu mischen, war schlicht unklug.

Klug dagegen handelte die Bürgermeisterin, als sie den Räten vorschlug, sich näher mit dem Angebot der PWG zu beschäftigen. Alles andere wäre ihr wohl als bewusstes Ausbremsen der Opposition ausgelegt worden. Der Wahlkampf solle aus den anstehenden Entscheidungen rausgehalten werden, mahnte sie. Klar, dass sie dann selbst den Vorschlag der PWG ernst nehmen und auf die Idee eingehen muss.

Die Räte aber hätten ihrem Vorschlag nicht folgen dürfen. Wenn sich die unmittelbar Betroffenen zweimal deutlich für das Festhalten an den Plänen aussprechen - inklusive der Standortfrage - hätte dies Vorrang haben müssen vor politischen Überlegungen. Hier ist auf die Falschen Rücksicht genommen worden und die Volkerser Wehr muss weiter auf ihr neues Gebäude warten.

Dass sich nun die PWG dem Vorwurf ausgesetzt sieht, für diese Verzögerung verantwortlich zu sein, obwohl sie eigentlich das Ganze beschleunigen wollte, ist Ironie des Schicksals.

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