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Bischofsheim an der Rhön
Tourismus

"Ich bin zuversichtlich": Mit Brezeln und Bratwürsten trotzt Silvana der Pandemie

Die neue Pächterin Silvana Fischer des Kiosks am Schwarzen Moor hofft, dass es spätestens mit den Osterferien wieder bergauf geht und sie ihren Gästen wieder mehr bieten darf.
 
Silvana Fischer hat auch im Winter geöffnet, wenn das Wetter gut ist und mit vielen Touristen zu rechnen ist.
Silvana Fischer hat auch im Winter geöffnet, wenn das Wetter gut ist und mit vielen Touristen zu rechnen ist.
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Mitten im ersten Lockdown, am 10. April vorigen Jahres, hat Silvana Fischer den Kiosk am Schwarzen Moor als Pächterin übernommen und eröffnet. Auch wenn das Jahr viele Einschränkungen und Auflagen mit sich brachte, die Entscheidung bereut sie nicht, wie sie sagt. Denn die Bratwurst am Schwarzen Moor scheint in jeder Hinsicht krisenresistent zu sein.

Wobei Silvana nicht nur Bratwürste verkaufen möchte, sondern auch Salate, Suppen, Kuchen, Eis und Waffeln. Doch viele Ideen konnte sie aufgrund der geltenden Hygieneauflagen bislang nicht umsetzen. "Im Sommer war das Wetter super. Die Leute saßen gerne draußen." Innen war nur eine eingeschränkte Nutzung möglich, derzeit darf im Inneren gar nicht mehr Platz genommen werden.

Corona-Lockdown: Es bleibt nur die Bratwurst "to-go"

Das führe in den kalten Monaten natürlich zu Problemen. Wanderer oder Skifahrer würden sich gerne aufwärmen, dürfen aber nicht. Auch eine heiße Suppe darf Silvana Fischer nicht ausgeben. Es bleibt nur die Bratwurst zum Mitnehmen, aber immerhin, sie ist warm. Aber selbst auf der Trasse vor dem Eingang dürfen die Gäste nicht stehen bleiben, um ihre Wurst zu verspeisen.

Silvana Fischer hofft, dass es spätestens mit den Osterferien wieder bergauf geht. "Wir hatten für die Verhältnisse eine Spitzen-Sommer-Saison, dafür bin ich dankbar und so wird es auch weiter gehen", ist sie überzeugt. Dass die Wintermonate problematische Monate sind, vor allem wenn Eis, Nebel, Sturm und Schneefall die Gäste davon abhalten, in die Rhön zu fahren, das war ihr bekannt. An solchen Tagen hat sie von ohnehin geschlossen. Es gibt aber auch sonnige Winterwochenenden und da kommen die Gäste in Scharen, um sich eine Bratwurst zu gönnen. "Ich versuche, jeden Tag offen zu haben."

Toiletten mussten geschlossen bleiben

Problematisch war es, als sie im November die Toiletten nicht öffnen durfte. "Die Leute müssen doch irgendwo hin. Es ist nicht schön, sie wegschicken zu müssen." Diskussionen gab es auch um die Maskenpflicht.  "Seit die FFP 2-Maske in Bayern Pflicht wurde, wurde es noch schwieriger. Ich führte Diskussionen ohne Ende, weil die Regelungen in Hessen und Thüringen andere waren." Auch dass sie hinter der Theke  keine FFP 2-Maske tragen muss, sondern die Alltagsmaske ausreiche, sei nicht von jedem Gast verstanden worden.

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Silvana Fischer bedauert es sehr, dass es keine  Möglichkeit gibt, heiße Suppe oder Eintopf auszugeben. Mehrweggeschirr könne sie im Moment nicht ausgeben, da nur der Verkauf zum Mitnehmen gestattet sei. Mit Einweggeschirr möchte sie gar nicht erst anfangen, immerhin soll der Kiosk am Schwarzen Moor die Philosophie des Biosphärenreservats widerspiegeln und möglichst wenig Müll produzieren.

Für Kaffee hat sie eine Lösung gefunden: Einen wiederverwertbaren Becher zu Mitnehmen. Aufgrund des Alkoholverbots konnte sie aber keinen Glühwein ausschenken. "Das ist schade, zu einer Winterwanderung gehört bei kaltem Wetter das für viele dazu."

Derzeit alleine im Betrieb

Allen Einschränkungen zum Trotz ist Silvana Fischer gerne Wirtin am Schwarzen Moor und möchte das auch bleiben. Sie bietet derzeit die traditionellen Bratwürste wie auch vegane Bratwürtschen mit Brötchen oder Brezel an, wobei es Brezeln oft nur am Wochenende in kleinerer Menge gibt. Kaffee, Tee, alkoholfreier Punsch und alkoholfreie Kalt-Getränke können die Gäste ebenfalls bekommen.

Im Frühjahr habe sie keine Soforthilfe bekommen, weil sie den Betrieb ja gerade erst aufgemacht hatte. Für November und Dezember gab es  staatliche Unterstützung. Mit der Abwicklung ist sie zufrieden. "Das ging schnell und reibungslos." Kritik übt sie an der Kurzarbeitergeld-Regelung, die sie für ihre zwei Vollzeitkräfte nicht habe anwenden können. "Es ist abgelehnt worden, weil wir noch zu kurz existieren." Im Moment managt Silvana Fischer den Betrieb alleine, steht am Grill, in der Küche und an der Theke.

"Ich bin zuversichtlich, das es mit wärmeren Temperaturen und rückläufigen Infektionszahlen auch wieder möglich sein wird, den Gästen mehr anzubieten." Entsprechende Schutz- und Hygienemaßnahmen hätten sich schon im Sommer 2020 bewährt.

 

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