Schon eine halbe Stunde vor dem Beginn des Weihnachtskonzerts war die Gerodaer Kirche proppenvoll. Bänke wurden herbeigetragen, doch die Letzten mussten sich trotzdem mit Stehplätzen begnügen. Der Besuch des Konzerts lohnte sich auch in diesem Jahr wieder absolut.

Musikalische Vielfalt für hohe Ansprüche boten das Jugendblasorchester Scholz sowie die vielen Gastmusiker. Das Jugendblasorchester trat sowohl als ganzes auf, als auch in einzelnen Bläserensembles und Duetten mit Gesang. Ein stimmungsvoller Mix aus traditionellen und modernen Stücken wurde den Zuhörern geboten. Gewaltig waren die Klänge des großen Orchesters unter der Leitung von Achim Scholz, die das Kirchenschiff füllten.

Premiere für "La-Na"

Zu Gast waren "Die Kossbersch" aus Singenrain, "Die Schmieds" aus Oehrberg und "La-Na" aus Platz. Für "La-Na" - Laura Kuhn und Anna Heinle - war es der erste Auftritt einem solchen Rahmen. In der Musikschule Bad Brückenau nehmen sie Unterricht und haben viel Spaß daran, gemeinsam Musik zu machen. Mit Klavier und Gesang (Laura Kuhn) und Gitarre (Anna Heinle) begeisterten sie die Zuhörer.

Auch sehr begabter Gitarrennachwuchs trat mit Carlo Hilsdorf auf - vier Mädchen, die noch keinen Bandnamen haben. "Ich dachte an GGG, Geröder Gitarren Gruppe. Aber dann fiel mir auf, dass keine der vier aus Geroda kommt", erzählt Hilsdorf. Er selbst war auch wieder mit einem Solostück dabei - "Home is where my heart is". Durch seine Art, mit seiner Gitarre zu verschmelzen und mit Körper und Seele zu spielen, zog er die Zuhörer in seinen Bann.

Traditionelles und Modernes

Ebenso für große Begeisterung sorgte der Überraschungsgast aus Niederbayern: Florian Blöchl von den "Bayerischen Löwen", einer fünfköpfigen Bläsercombo. Sie selbst erklären, einer neuen selbstbewussten Bläsergeneration, die rotzfrech Traditionelles mit Modernem konfrontiert, zu entstammen. Bei seinem sehr anspruchsvollen Stück für Tenorhorn wurde er von Christel Hentschel am Klavier begleitet. "Als mir Florian die Klaviernoten des Stücks zeigte, dachte ich sofort, wenn das jemand schafft, dann Christel", erzählt Achim Scholz. Als wären sie ein eingespieltes Team, wirkten die Beiden. Das Publikum belohnte das mit tosendem Applaus.

Auch zum Mitsingen wurde angeregt, was eine tolle Stimmung hervorrief. Gleiches galt für die geschmackvolle Liederauswahl, die für das weihnachtliche Flair sorgte.