Die Schule in Zeitlofs ist im Moment eine komplette Baustelle. Der Mitteltrakt wurde abgerissen, der Altbau nahezu komplett ausgeräumt, die Fenster wurden ausgebaut, die Heizung entfernt, Deckenverkleidungen abgebaut, Maueröffnungen geschlossen. Bürgermeister Matthias Hauke lud die Mitglieder des Bauausschusses ein, die Baustelle zu besichtigen und sich ein Bild von den Arbeiten zu machen.

Das Heizöl wurde in den Kindergarten Zeitlofs gebracht, künftig wird die Schule eine Gasheizung bekommen. Im Bereich des abgerissenen Zwischenbaus wurde das Fundamt für den zweistöckigen Neubau schon aufgebaut, in den nächsten Tagen werde die Bodenplatte gegossen. Auch wenn die Turnhalle an und für sich von den Sanierungsarbeiten nicht betroffen ist, sind doch die Sanitärbereiche  und Duschen zu erneuern. Die bisher vier Duschen werden auf drei reduziert. Das Warmwasser werde künftig über einen Durchlauferhitzer gewonnen. Die Technikzentrale wird in einem Nebenraum der Turnhalle untergebracht. "Die Baustelle läuft sehr gut", betonte Hauke.

Neuen Räume sind groß und hell

Im Altbau wurden teilweise die Raumzuschnitte und Raumaufteilungen verändert. Schon jetzt ist zu sehen, welch große, helle und funktionale Räume die Grundschule bekommen wird.  Die Treppe im Altbau wird noch ausgebaut. Der Treppenaufgang wird im Neubau entstehen. Zum neuen Konzept gehört auch der Brandschutz und der Einbau von Brandschutztüren.

Die Bauausschussmitglieder hatten nun darüber zu beraten, ob die Flurtüren mit einem Mechanismus zur Offenhaltung beschafft werden oder ohne. Die Praxis zeige, dass sie letztlich doch auf die eine oder andere Weise offen gehalten werden, so dass die Anschaffung einer Motor-Türsteuerung sinnvoll sei. 800 Euro kostet dies für eine einflügelige und 1400 Euro für eine zweiflügelige Türe. Hinzu kommen 250 Euro pro Tür für die Inbetriebnahme und 300 Euro jährlich an Wartung. Fünf Türen könnten in der Schule eingebaut werden.

Die Bauausschussmitglieder entschieden sich für zwei Türen, eine zur Turnhalle und eine zum Flur in der Schule. Dies sie möglicherweise günstig, wenn bei Veranstaltungen Mobiliar hin und her getragen werden müsse oder Gäste zu begrüßen sind. Die Kosten werden sich für die zwei Türen auf 2700 Euro belaufen.

Beraten wurde über die Gestaltung des Fluchtstegs, der zugleich der barrierefreie Zugang zum Schulgebäude sein wird. Auf Vorschlag von Gemeinderat Alexander Keßler einigten sich die Gemeinderäte auf eine Alukonstruktion, die individuell beschriftet und farblich gestaltet werden könne. Auch soll die Möglichkeit offen gehalten werden, den Steg in sie Anlage des Pausenhofs einzubinden. Dies müsse jedoch erst bei der Planung der Außenanlage konkretisiert werden. Der Steg werde insgesamt 75.000 Euro kosten.

Abgelehnt wurde der Einbau eines Brennofens für Tonarbeiten in der Schule. Solch eine Anschaffung rentiere sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht, waren sich die Gemeinderäte einig. Stattdessen soll weiterhin die Kooperation mit der Gemeinde Oberleichtersbach und der dortigen Schule aufrecht erhalten bleiben. Die Tonarbeiten der Schüler werden schon seit Jahren in der Oberleichtersbacher Schule gebrannt.