Eines muss man Hans Rohrmüller lassen. Er hat Visionen. Und das ist gut. Es gibt eine Reihe von Frauen und Männern in der Stadt, die nicht müde werden, sich für eben diese Stadt einzusetzen - sei es im Vereinsleben, der Brückenauer Heimatstube, der Musikschule, der Kirche oder der Kommunalpolitik. Diese Menschen sind ein echter Schatz. Und dass mit Hans Rohrmüller jetzt einer da anpackt, wo ganz dringend Handlungsbedarf besteht, ist ein echter Glücksfall.

Nun sind sicher nicht alle Probleme mit einem Schlag zu lösen. Und das Programm, dass Rohrmüller sich vorgenommen hat, ist durchaus ambitioniert. Wenn er nur die Hälfte von dem, was er vorhat, in den nächsten Jahren umsetzt, dann ist schon viel getan. Dann wäre die Stadt wieder einen Schritt weiter, die Fußgängerzone etwas voller und ein paar Leute mehr hätten begriffen, wie schön es in Bad Brückenau eigentlich ist.

Die Stadt braucht Impulse, wie Hans Rohrmüller sie plant. Aber vor allem braucht die Stadt eines: Dass ihre Bürger, die in ihr leben, an sie glauben. Dass sie gerne mal durch die Fußgängerzone schlendern, in der örtlichen Buchhandlung vorbeischauen, ein Eis essen oder mal wieder in der Sinnflut die Seele baumeln lassen. Nur mal so, weil's schön ist.