"Traurige trösten" zählt zu den Werken der Barmherzigkeit. Diesen Dienst verdeutlichte die Außenstelle Oerlenbach der Sozialstation Bad Kissingen erstmals mit Andacht und Begegnung für alle, die im letzten und in diesem Jahr einen Angehörigen durch Tod verloren haben. Dieses gemeinsame Gedenken soll künftig - wie Schwester Martina Ugo erklärte - alljährlich angeboten werden, um die Verbindung vom Leid Betroffener und Pflegekräften der Caritas zu
erhalten.
Vor 15 Jahren bot die Caritas in Bad Kissingen diese Form der Trauerarbeit schon an. In den letzten Jahren aber nahm man davon Abstand. Jetzt belebte die Außenstelle Oerlenbach diese Idee neu und lud zu der Begegnung die Angehörigen derer, die ein Familienmitglied durch Tod verloren haben, ein. Und nahezu alle kamen, um miteinander zu gedenken und sich im Anschluss bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. "Unser irdisches Leben ist nicht alles, wie es im Lied 'Wir sind nur Gast auf Erden' zum Ausdruck kommt", verdeutlichte Diakon Franz Hey zu Beginn der Andacht, die Siegfried Kessler an der Orgel umrahmte. Jeder Angehörige erhielt als Zeichen für neue Zuversicht eine Kerze.


Zeit gemeinsam nacherleben

Viel Zeit blieb, um mit den Pflegekräften die gemeinsame Zeit nachzuerleben und neue Kraft zu schöpfen. "Künftig wollen wir einmal im Jahr zusammenkommen. Das wird uns allen gut tun, um schwierige Situationen gemeinsam zu ertragen und den Blick nach vorne zu richten", gab Martina Ugo mit auf den Weg.