Die Firma L+S AG Labor für Mikrobiologische und chemische Analytik im Bad Bockleter Ortsteil Großenbrach will stark erweitern und in zwei Etappen 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Damit das möglich wird, machte der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den Weg frei für eine Änderung des Bebauungsplanes "Mangelsfeld" in Großenbrach.
Architekt Matthias Kirchner (Oerlenbach), der im Auftrag der Marktgemeinde das Änderungsverfahren bearbeitet, erläuterte dem Marktgemeinderat die geplanten Änderungen.

Zufahrten gesichert

Das Baugebiet "Mangelsfeld" im Dreieck zwischen Haupt-und Wendelinusstraße ist als Gewerbegebiet ausgewiesen und soll nun erweitert werden. Dazu wird unter anderem die Staatsstraße, die hindurch führt, teilweise überplant. Die Zufahrten bleiben jedoch gesichert. Das Gewerbegebiet behält seine zwei Zufahrten und man könne darum herumfahren, versicherten Bürgermeister Wolfgang Back und Architekt Kirchner auf Fragen aus dem Marktgemeinderat.
Vorgesehen sind unter anderem eine Erhöhung der Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6 auf 0,8 und der Geschossflächenzahl (GFZ) von 1,2 auf 2,4. Damit wird eine dichtere Bebauung ermöglicht. Pult- und Flachdächer werden zusätzlich zu den festgesetzten Satteldächern erlaubt. Die Dachneigung, bisher zwölf bis 25 Grad, wird nun von null bis 25 Grad erlaubt. Die Firsthöhe kann maximal 25 Meter über dem Gelände betragen. Die Baugrenzen werden im gesamten Änderungsgebiet erweitert.
Der Marktgemeinderat billigte schließlich die Erweiterungspläne für das Gewerbegebiet einstimmig, die damit allerdings noch nicht in die Tat umgesetzt werden können. Denn es muss vom 11. bis 27. August die erste Anhörung der Öffentlichkeit und der Behörden erfolgen. Einwände und Anregungen werden dann in die Pläne eingearbeitet und am 17. September im Marktgemeinderat behandelt. Nach einer zweiten Öffentlichkeits- und Behördenanhörung Anfang November kann dann der Marktgemeinderat Mitte November die Änderung endgültig beschließen, so jedenfalls lautet der vorgelegte Zeitplan.

Bauwerk Ende 2015 fertig

Das Bauwerk zur Erweiterung des Unternehmens L+S AG Labor für Mikrobiologische und chemische Analytik soll bis Ende 2015 fertig sein, so Bürgermeister Back. Vorgespräche im Landratsamt und anderen Behörden seien bereits geführt worden. Das Unternehmen müsse für seine Mitarbeiter genügend Parkplätze ausweisen, versicherte er auf Nachfrage.
Ilse Aigner, die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, kommt übrigens an diesem Freitag, 1. August, nach Großenbrach, um sich ein umfassendes Bild von dem Unternehmen zu machen.