Der Reiterswiesener Faschingsverein Fidelia hat eine neue Standarte gebraucht, die alte aus dem Jahr 1910 konnte nur zum Teil restauriert werden. "Die Fahne wurde in Würzburg handgestickt", sagt Elferrat Matthias Bühner. Außerdem war neue Bühnentechnik für Veranstaltungen fällig. Kostenpunkt der Neuanschaffungen: 10 669,35 Euro. Die Stadt Bad Kissingen übernimmt im Rahmen ihrer Vereinsförderung rund 20 Prozent der Kosten.
Bühner ist froh: "Das ist viel Geld", sagt Bühner, das 70 aktiven Gardetänzerinnen und insgesamt 271 Mitgliedern zu Gute kommt.

Der Finanzausschuss des Stadtrates hat in seiner Sitzung am Mittwochabend die Investitionsförderung 2014 für Vereine einstimmig beschlossen. 45 312,93 Euro stellt die Stadt den 116 Bad Kissinger Vereinen aus den Bereichen Sport (35), Kultur (23) und Soziales (58) zur Verfügung. Der größte Teil der Zuschüsse, nämlich rund dreiviertel, geht an die Sportvereine. Sozialvereine erhalten rund 17 Prozent, auf kulturelle Vereine entfallen acht Prozent. Neben den Zuschüssen für Investitionen erhalten die Vereine außerdem eine Grund- und Jugendförderung, die sich nach den Mitgliedszahlen richtet. 2014 stellt die Stadt 42 511,90 Euro dafür bereit.

Die Fidelia Reiterswiesen wird dieses Jahr mit insgesamt 2756 Euro bedacht. "Der Anteil, den die Stadt leistet, ist für die Vereine überlebenswichtig", meint Elferrat Bühner. Der Verein nimmt über Mitgliedsbeiträge und Veranstaltungen Geld ein, mit denen über Jahre ein finanzielles Polster angespart wird. Von den gebildeten Rücklagen kann der Faschingsclub die übrigen Kosten für die neue Standarte und Bühnentechnik bezahlen. "Dem Verein geht es wirtschaftlich gut, wir befinden uns auf einem grünen Ast", sagt Bühner.