Retter fanden auf einem Gelände in Hörstein (Kreis Aschaffenburg) mehrere tote und lebende Haustiere. Das Tierheim meldet sich nun mit einer unerwarteten Nachricht.
In Alzenau-Hörstein (Kreis Aschaffenburg) wurden am 14. August 2026 mehrere Hauskaninchen an einem Waldrand entdeckt. Die Tierrettung Untermain e. V. rückte aus und machte dabei einen erschütternden Fund.
Zwischen Büschen, Hecken und dichtem Gestrüpp konnten acht tote Baby- und Jungkaninchen und sieben lebendige Kaninchen ausfindig gemacht werden. Im Gespräch mit inFranken.de bezeichnet eine Retterin, die vor Ort war, das als eine "außergewöhnliche, immense Zahl" an ausgesetzten und toten Haustieren.
Tierheim Aschaffenburg: Acht tote Kaninchen gefunden - Hobby-Züchter als Täter vermutet
"Einige der Tiere waren noch winzig und erst wenige Tage beziehungsweise Wochen alt", berichtet die Tierrettung Untermain. Über mehrere Stunden hinweg konnten die Helfer die lebenden Hauskaninchen auf dem Gelände sichern.
Eine Sprecherin des ehrenamtlichen Vereins geht davon aus, dass eine unbekannte Person seine Hobby-Zucht aufgelöst habe. Dafür spreche die "ganz, ganz große Masse" an Tieren und die große Anzahl an verschiedenen Rassen. Auch eine mögliche Aussetzung, um in den Urlaub zu fahren, schließt die Sprecherin nicht aus.
Doch jetzt nimmt der Fall eine überraschende Wende: Wie das Tierheim Aschaffenburg, wo sich die geretteten Kaninchen derzeit befinden, am 19. August 2026 mitteilte, haben einige dieser Tiere mittlerweile Nachwuchs bekommen. Zwei der Tiere hätten bereits geworfen, die restlichen Weibchen seien ebenso trächtig und würden bald gebären. Das Tierheim schreibt, es werde genau beobachten, wie sich die Kleinen entwickeln und wie der Zustand der Tiere sei.
Entsetzen in sozialen Medien: "Wie kann man nur so eiskalt sein?"
In den sozialen Medien sorgt der Fall für große Empörung. "Wie kann man nur so eiskalt sein", fragt eine Nutzerin fassungslos. Eine andere kommentiert: "Es bricht einem das Herz, so kleine hilflose Wesen." Viele fordern härtere Konsequenzen für Tierquäler.
"Ich kann es gar nicht fassen - so kleine süße Tiere bei dieser Hitze ohne Schutz und Wasser auszusetzen. Man kann sich doch Hilfe holen. Was ist nur mit den Menschen los?", schreibt eine weitere Kommentatorin. Andere Nutzer berichten von ähnlichen Fällen in ihrer Umgebung und beklagen eine regelrechte "Flut von ausgesetzten Tieren" in diesem Jahr. Doch es gibt auch Heldengeschichten: Erst kürzlich retteten zwei Bauarbeiter ein hilfloses Katzenbaby. Gleichzeitig gibt es viel Dankbarkeit für die ehrenamtlichen Helfer. "Wenn es euch nicht gäbe", schreibt eine Nutzerin an die Tierretter. Viele bedanken sich für den schnellen Einsatz und hoffen, dass die Verantwortlichen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Sprecherin der Tierrettung Untermain e. V. berichtet im Gespräch mit inFranken.de, dass auch sie eine solch große Anzahl an ausgesetzten und toten Jungtieren berühre. Weitere Tierheim-Geschichten aus Franken findest du im Ressort. So wurde etwa ein halbes Dutzend Katzen aus einer Stadtwohnung gerettet.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
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