Gasanbieter: Schon wenige Cent Unterschied summieren sich
Beim Gas verbraucht ein Haushalt in der Regel deutlich mehr Kilowattstunden als beim Strom. Wenige Cent Unterschied summieren sich daher umso mehr.
Energieversorger E.on rechnet etwa für ein 100 Quadratmeter großes Reihenhaus mit einem Verbrauch von etwa 20.000 Kilowattstunden. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus ist es noch mehr.
Nur zwei Cent Preisunterschied je Kilowattstunde machen 400 Euro aus. Auch das ist laut einer Online-Recherche unserer Redaktion realistisch.
Achtung: Bei einem Tarifwechsel sollten ähnlich wie beim Strom neben dem Arbeitspreis auch Grundpreis, Vertragslaufzeit, Preisgarantie und Bonusbedingungen berücksichtigt werden.
Handyvertrag: Wer lange nicht gewechselt hat, zahlt oft drauf
Viele Menschen sind seit Jahren beim gleichen Anbieter für Handy oder Festnetz. Ein Vergleich kann sich lohnen - entweder weil es oft günstigere Tarife gibt oder mehr Leistung fürs gleiche Geld.
Wer etwa von einem 35 Euro teuren Handy-Vertrag auf einen für 20 Euro umsteigt, spart 15 Euro im Monat. Aufs Jahr gerechnet sind das 180 Euro.
Krankenkasse: Ein Vergleich kann auch für den Geldbeutel gesund sein
Bei der Gesetzlichen Krankenversicherung sind 95 Prozent der Leistungen sowieso gleich, also lohnt sich ein Wechsel kaum? Von wegen! Hier geht es um den Zusatzbeitrag, der je nach Kasse unterschiedlich ist.
Die Redaktion hat nachgerechnet: Bei einem beitragspflichtigen Einkommen von 4000 Euro pro Monat macht ein Unterschied von einem Prozentpunkt beim Zusatzbeitrag für Arbeitnehmer rechnerisch 40 Euro im Monat aus – also 480 Euro im Jahr. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Zusatzbeitrag grundsätzlich jeweils zur Hälfte. Für beide Seiten bleibt so eine Ersparnis von 240 Euro.
Und auch wenn 95 Prozent der Leistungen gleich sind - die letzten fünf Prozent können entscheidend sein. Wer etwa regelmäßig beim Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung machen lässt, findet Krankenkassen, die das besonders bezuschussen. In so einem Fall kann es günstiger sein, auch hierauf zu achten, als einfach die günstigste Kasse zu nehmen.
Abos: Kündigen, was kaum noch genutzt wird
"Das sind doch nur ein paar Euro im Monat", denkt sich so mancher bei monatlichen Abos - etwa für Streaming-Dienste wie Netflix, Spotify oder Readly sowie andere Zeitschriften-Abos. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist: 10 oder 15 Euro klingen überschaubar. Auf zwölf Monate gerechnet sind es trotzdem 120 bis 180 Euro.
Wer ein Abo seit drei Monaten nicht genutzt hat, sollte sich fragen, warum er es noch bezahlt.
Ein anderer Spar-Tipp dazu aus der Redaktion: Manche Anbieter haben auch günstigere Basis-Abos mit Werbeeinblendungen. Und viele Abos lassen sich auch monatlich kündigen und bei Bedarf wieder reaktivieren. Das kann sich auszahlen, etwa wenn man das Spotitfy-Premium-Abo nur für den Sommerurlaub haben will. Oder umgekehrt das Netflix-Abo pausiert, weil man aktuell nicht dazukommt, eine Serie zu gucken.
Fitnessstudio: Wer nicht mehr hingeht, macht lieber den Geldbeutel fit
Die Deutschen müssten ein fittes Volk sein: Laut Daten des Branchenverbands DSSV gibt es in Deutschland über 11 Millionen Fitnessstudiomitglieder. Aber nicht jeder geht auch regelmäßig hin - viele überhaupt nicht mehr.
Ein erheblicher Teil der angemeldeten Mitglieder sind sogenannte "Karteileichen". Schätzungen und Branchenstudien zufolge wird etwa jeder achte Vertrag überhaupt nicht oder maximal einmal im Monat genutzt, berichtete etwa das "Manager Magazin".
In einem Premium-Fitnessstudio kann der Beitrag schnell 50 Euro und mehr pro Monat kosten. Aufs Jahr gerechnet wären das 600 Euro.
Wer nur selten trainiert, für den kann ein Discount-Fitnessstudio eine Alternative sein. Kostet das 30 statt 50 Euro ergibt das eine Ersparnis von 240 Euro pro Jahr.
Die große Abrechnung: So viel Geld lässt sich sparen
| Stromtarif |
200 Euro |
| Gastarif |
400 Euro |
| Handy |
120 Euro |
| Krankenkasse |
240 Euro |
| Netflix, Spotify und Readly |
370 Euro |
| Fitnessstudio |
240 Euro |
| Gesamt: |
1570 Euro |
Es handelt sich um eine Beispielrechnung anhand realistischer Durchschnittswerte. Das tatsächliche Sparpotenzial hängt von den individuellen Tarifen und Verträgen ab.
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