Mit Kran und Hebegeschirr: Spektakuläre Pferde-Rettung im Spessart

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Tierrettung im Kreis Aschaffenburg: Pferd mit Kran aus Grube befreit
Ein Pferd wurde am 15. April 2026 in Dammbach, Kreis Aschaffenburg, mit einem Kran aus einer Grube gerettet.
Tierrettung im Kreis Aschaffenburg: Pferd mit Kran aus Grube befreit
Ralf Hettler/dpa

Großtierrettung im Landkreis Aschaffenburg: Ein Pferd wurde mit Kran aus einer Grube gehoben. Mehrere Feuerwehren arbeiteten zusammen.

Ein außergewöhnlicher Einsatz forderte am Dienstagnachmittag, 15. April 2026, die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg. In Dammbach im Hochspessart war ein Pferd in eine circa 1,5 Meter tiefe Grube gestürzt und konnte sich nicht mehr selbst befreien.

Um 14.45 Uhr ging der Alarm mit dem Stichwort "THL Großtierrettung" bei den Einsatzkräften ein – der Startschuss für eine spektakuläre Rettungsaktion.

Kreis Aschaffenburg: Pferd stürzt in eineinhalb Meter tiefe Grube

Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge hat die Feuerwehr mit einer speziellen Hebevorrichtung für Großtiere im unterfränkischen Dammbach ein Pferd aus einer engen Grube gehoben.

Das Tier habe die Bergung gut überstanden und sei wohlbehalten seinem Besitzer übergeben worden, teilte die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg mit, die sich über den "glücklichen Ausgang" freute.

Wie das Tier in den engen, rechteckigen Schacht geraten war, war zunächst unklar. Es habe sich nicht mehr selbst befreien können, hieß es.

Tierarzt verabreicht Beruhigungsmittel

Ein Tierarzt verabreichte dem Pferd Beruhigungsmittel, um eine stressfreie Rettung zu ermöglichen. Danach wurde es mithilfe eines Krans geborgen und vom Tierarzt versorgt.

Die Einsatzkräfte waren um 14.45 Uhr mit dem Alarmstichwort "THL Großtierrettung" ins Ortsgebiet gerufen worden. Wie die Feuerwehr Dammbach auf Facebook mitteilt, war das Pferd in eine circa 1,5 Meter tiefe Grube gestürzt.

Ebenfalls alarmiert wurden demnach der Landkreis-Zug für Großtierrettung, bestehend aus der Feuerwehr Waldaschaff und der Feuerwehr Winzenhohl, sowie der zuständige Kreisbrandmeister Marco Laske.

Mit Kran und Rettungsgeschirr befreit

Das Pferd konnte demzufolge mittels Kran des RW3 und Rettungsgeschirr aus seiner misslichen Lage befreit und den Besitzern wohlbehalten übergeben werden. Die Feuerwehr dankte allen Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit.

Laut der dpa habe sich der Besitzer sichtlich erleichtert gezeigt, hieß es von der Feuerwehr. Für die Rettung waren sechs Fahrzeuge und 27 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren von Dammbach, Waldaschaff und Winzenhohl im Einsatz.

Dammbach ist eine Gemeinde mit rund 1900 Einwohnern im Landkreis Aschaffenburg in Unterfranken. Die Gemeinde liegt im Zentrum des Hochspessarts, eingebettet in die Eichen- und Buchenwälder des Naturparks Spessart. Dammbach ist bekannt für seine vielen Weiler wie den Schnorrhof, die Heppe und die Geishöhe – alles beliebte Ausflugsziele.

Tierrettungen durch die Feuerwehr sind keine Seltenheit in der Region. Erst im Januar musste die Feuerwehr in Dechsendorf einen Hund vom Eis eines Weihers retten – das etwa sieben Kilogramm schwere Tier war auf die noch nicht tragfähige Eisdecke gelaufen, um Enten zu jagen. Im Februar kam es im Kreis Bamberg zu einem Brand auf einem Pferdehof, bei dem 50 Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpften.

Deutschlandweit bewegt derzeit das Drama um Buckelwal "Timmy" in der Ostsee die Menschen – der gestrandete Wal vor der Insel Poel wurde zum Symbol für die Herausforderungen bei Großtierrettungen und löste eine bundesweite Debatte über Rettungsversuche bei Meeressäugern aus.