Am Dienstag (17. August) gegen 2.30 Uhr befuhr ein Sattelzuggespann den Baustellenbereich der A3 in Richtung Frankfurt, wie die Polizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach mitteilte. Der Fahrer lenkte sein Gespann zunächst mittig auf zwei Fahrstreifen und kam im Bereich der Verschwenkung nach links von der Fahrbahn ab.

Dort kollidierte die Zugmaschine vorne links zunächst mit einer Warnbake und überfuhr dann die Behelfsleitplanke sowie die reguläre Leitplanke. Diese verkeilte sich auf der gesamten Länge des Zuges in Zugmaschine und Anhänger. Der Sattelzug kam im rechten Winkel zur Fahrbahn, mit der Zugmaschine nach links, zum Stehen. Ein nachfolgender Pkw wurde von Trümmerteilen getroffen.

Lkw-Fahrer wurde mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert

Beide Richtungsfahrbahnen mussten für die komplizierten Bergungsarbeiten des voll beladenen Lkw immer wieder komplett gesperrt werden, wodurch massive Rückstauungen entstanden. Neben der Autobahnmeisterei waren die Feuerwehren Aschaffenburg und Goldbach mit insgesamt 40 Kräften vor Ort.

Der Sachschaden am annährend komplett zerstörten Sattelzug samt Anhänger sowie den beschädigten Leitplankenfeldern und dem von Trümmern in Mitleidenschaft gezogenen Pkw liegt bei mindestens 150.000 Euro. Die Bergungsarbeiten dauerten bis 8 Uhr an, der Stau löste sich nur langsam auf.

Im Rückstau in Richtung Würzburg kam es zu einem weiteren Verkehrsunfall, nachdem ein Auto staubedingt schon am Ende des Beschleunigungsstreifens der Anschlussstelle Aschaffenburg stehen bleiben musste. Hierbei ragte die Fahrzeugfront teilweise in den rechten Fahrstreifen der Durchgangsfahrbahn. Als sich der Stau auflöste, konnte die Auto-Fahrerin auf Grund Batterieschwäche ihren Pkw weder starten noch beleuchten und wurde deshalb von einem Lkw-Fahrer übersehen, der die Fahrzeugfront seitlich touchierte. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von jeweils zirka 1500 Euro.