Ein Unbekannter hat im Mittelfranken als Hackbällchen getarnte Giftköder ausgelegt. Die Polizei Ansbach ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Die Polizei Ansbach meldet einen besonders fiesen Fall einer Giftköder-Attacke in einem Anbacher Stadtteil.
Demnach entdeckte ein Spaziergänger am Mittwoch, 4. Februar 2026, gegen 12.40 Uhr am Waldrand zwischen der Werner-von-Siemens-Straße und der A6 in Brodswinden "zwei faustgroße Hackfleischkugeln", wie es in der polizeilichen Mitteilung buchstäblich heißt.
Fieser Tierhasser in Brodswinden: Giftige Hackfleischkugeln ausgelegt
Nach Polizeiangaben handelt es sich dabei offensichtlich um Giftköder. Die Polizei Ansbach weist darauf hin, dass die gefundenen Köder derzeit vom Veterinäramt untersucht werden.
Bislang sei unbekannt, wer die als Hackbällchen getarnten Köder ausgelegt hat. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0981/3576574-0 entgegen.
Brodswinden ist ein Stadtteil von Ansbach und liegt etwa fünf Kilometer südöstlich des Ansbacher Stadtzentrums. Der Ort zählt knapp 1000 Einwohner und ist heute vor allem als Wohn- und Gewerbestandort bekannt. Historisch war Brodswinden im 18. Jahrhundert wegen eines Heilbades überregional bekannt.
Was tun beim Fund von Giftködern? – Verhaltenstipps für Tierhalter
Wer als Tierhalter beim Spaziergang auf einen möglichen Giftköder stößt, sollte zuerst dafür sorgen, dass das eigene Tier den Fund nicht berührt oder frisst. Am besten wird das Tier sofort angeleint und auf Abstand gehalten. Wer einen Giftköder entdeckt, sollte diesen auf keinen Fall entfernen oder selbst anfassen, um eigene Gesundheitsschäden und eine mögliche Spurenvernichtung zu vermeiden.
Anschließend ist es wichtig, den Fundort genau zu markieren und die Polizei – im aktuellen Fall die Polizei Ansbach – sowie das örtliche Veterinäramt umgehend zu informieren. Dazu sollten Tierbesitzer möglichst präzise Angaben zum Fundort machen und, wenn möglich, Fotos vom Köder und seiner Umgebung anfertigen. Die Polizei kann den Köder sichern und fachgerecht untersuchen lassen, um andere Tiere und Menschen vor Vergiftungen zu schützen.
Bis zum Eintreffen der Polizei sollten weitere Passanten und deren Tiere auf die Gefahr aufmerksam gemacht und gewarnt werden. Wer den Verdacht hat, dass sein Haustier bereits Kontakt mit einem Giftköder hatte oder Symptome einer Vergiftung zeigt – wie Erbrechen, Zittern oder übermäßigen Speichelfluss – sollte sofort einen Tierarzt aufsuchen. Schnelles Handeln kann in solchen Fällen lebensrettend sein.