Franken
Tourismusbilanz 2019

Franken knackt 25-Millionen-Marke: Neuer Rekord bei den Übernachtungszahlen

Franken wird unter den Urlaubszielen in Deutschland immer beliebter. Dies zeigt auch die Jahresbilanz des Tourismusvereins: 2018 wurde erstmals die 25-Millionen-Marke bei Übernachtungen geknackt.
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Bei der Tourismusentwicklung im 1. Quartal 2019 konnte Kulmbach unter mit einer Zuwachsrate von  37,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark zulegen. Foto: geoworld/ pixabay.com
Bei der Tourismusentwicklung im 1. Quartal 2019 konnte Kulmbach unter mit einer Zuwachsrate von 37,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark zulegen. Foto: geoworld/ pixabay.com
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Auch für 2018 weist die Jahresbilanz des Tourismusverbandes Franken deutliche Zuwächse auf: Dieses Ergebnis verkündete der Vorsitzende, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, bei der Mitgliederversammlung des Verbandes am 28. Juni 2019 in mittelfränkischen Weißenburg. "Zum ersten Mal", so Herrmann, "haben wir damit die 25-Millionen-Marke bei den Übernachtungen überschritten". Ein Überblick über die Gesamtzahlen des Tourismusverbands Franken für das Jahr 2018 finden Sie hier aufgelistet.

Der Franken-Tourismus boomt auch in 2019: 25-Millionen-Marke bei Übernachtungen erstmals geknackt

Mit 10,8 Millionen Gästeankünften - einem Plus von 4,6 Prozent - und mehr als 25,1 Millionen Übernachtungen (plus 4,3 Prozent im Vergleich zum 2017) legten die wichtigsten Kennzahlen für den Urlaub in Franken zu.

Besonders erfolgreich zeigten sich 2018 unter den 16 fränkischen Feriengebieten bei den Ankünften das Liebliche Taubertal (plus 11,2 Prozent) und das Romantische Franken (plus 8,3 Prozent). Auch bei den prozentualen Steigerungen bei den Übernachtungen liegt das Liebliche Taubertal mit 10,1 Prozent an der Spitze, gefolgt von der Städteregion Nürnberg mit 8,7 Prozent.

Trend setzt sich auch 2019 fort

Auch die ersten Zahlen für 2019 deuten darauf hin, dass die positive Entwicklung anhält. Bei den Tourismusgebieten verbesserten sich von Januar bis April dieses Jahres vor allem der Naturpark Altmühltal (plus 8 Prozent bei den Übernachtungen), der Frankenwald (plus 7,5 Prozent) und das Liebliche Taubertal (plus 7,2). Einen starken Rückgang verzeichnete dagegen das Nürnberger Land in diesem Zeitraum (minus 12,7).

Die großen Gewinner bei den Fränkischen Städten im ersten Quartal heißen Kulmbach (plus 37,7 Prozent) und Fürth (35,5 Prozent). In Coburg nahmen die Übernachtungen um 4,2 Prozent ab. Bei den Übernachtungen in der Kategorie Heilbäder und Kurorte bleibt Bad Berneck im Fichtelgebirge zwar auf niedrigem Niveau, legte aber um satte 61,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Auch Treuchtlingen (plus 17,8 Prozent) und Bad Alexandersbad haben zweistellige Zuwachsraten. Bad Bocklet hatte 13,1 Prozent weniger Übernachtungen.

Tourismusentwicklung 1. Quartal 2019 der Tourismusgebiete in Franken

 

  • Naturpark Altmühltal: Übernachtungen im ersten Quartal 2019: 335.153, Veränderung im Vergleich zum Jahr 2018: +8,0 Prozent, durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen: 2,0
  • Fichtelgebirge: 391.791, + 5,2 Prozent, 2,4
  • Fränkische Schweiz: 228.794, -3,0 Prozent, 2,3
  • Fränkisches Seenland: 183.095, -2,9 Prozent, 2,6
  • Fränkisches Weinland: 610.052, +1,9 Prozent, 1,7
  • Frankenwald: 228.692, +7,5 Prozent, 3,4
  • Haßberge: 81.734, +6,1 Prozent, 2,3
  • Nürnberger Land: 132.686, -12,7 Prozent, 2,1
  • Obermain·Jura: 172.797, -3,1 Prozent, 3,2
  • Coburg.Rennsteig: 123.969, 0,2 Prozent, 3,1
  • Rhön:834.700, -0,8 Prozent, 4,7
  • Romantisches Franken:350.404, 0 Prozent, 1,9
  • Spessart-Mainland:609.707, +0,9 Prozent, 2,8
  • Städteregion Nürnberg:1.314.998, +0,3 Prozent, 1,9
  • Steigerwald: 538.052, -1,4 Prozent, 2,3

 

Tourismusentwicklung 1. Quartal 2019 der Städte (Arbeitsgemeinschaft "Die Fränkische Städte")

 

  • Eichstätt: Übernachtungen im ersten Quartal 2019: 20.307, Veränderung im Vergleich zum Jahr 2018 +6,5 Prozent, durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen: 1,6
  • Bamberg: 175.375, +0,5 Prozent, 1,8
  • Bayreuth: 113.951, +6,7 Prozent, 2,0
  • Coburg: 33.283, -4,2 Prozent, 1,8
  • Kulmbach: 21.150, +37,7 Prozent, 1,9
  • Ansbach: 30.490, -9,8 Prozent, 3,0
  • Erlangen: 150.687, -3,5 Prozent, 2,0
  • Fürth:1,3.508, +35,5 Prozent, 2,2
  • Nürnberg: 1.037.563, -0,8 Prozent, 1,9
  • Dinkelsbühl: 40.819, +6,5 Prozent, 2,4
  • Rothenburg o. d. Tauber: 104.154, +6,1 Prozent, 1,4
  • Aschaffenburg: 60.572, +3,2 Prozent, 1,9
  • Schweinfurt: 67.868, +0,3 Prozent,2,0
  • Würzburg: 260.196, +3,2 Prozent, 1,5

 

 

 

Tourismusentwicklung 1. Quartal 2019 der Kurorte (Arbeitsgemeinschaft "Heilbäder und Kurorte")

 

  • Bad Berneck: Übernachtungen im ersten Quartal 2019: 6.337, Veränderung im Vergleich zum Jahr 2018: +61,9 Prozent, durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen: 1,7
  • Bischofsgrün: 46.174, -3,4 Prozent, 6,0
  • Bad Rodach: 63.389, -1,9Prozent, 7,4
  • Bad Steben: 109.691, +2,8 Prozent, 7,7
  • Bad Staffelstein: 133.620, -2,5 Prozent, 3,8
  • Bad Alexandersbad: 17.085, +17,8 Prozent, 2,7
  • Weißenstadt: 47.353, +3,9 Prozent, 3,5
  • Bad Windsheim: 108.361, -4,3 Prozent, 4,7
  • Treuchtlingen: 11.399, +21,3 Prozent, 2,4
  • Bad Bocklet: 49.365, -13,1 Prozent, 9,1
  • Bad Brückenau: 89.914, +1,4 Prozent, 4,8
  • Bad Kissingen: 447.521, -0,1 Prozent, 6,4
  • Bad Neustadt a.d.Saale: 97.432, -5,6 Prozent, 8,4
  • Bad Königshofen: 24.233, +9,6 Prozent, 3,6
  • Bad Orb: 128.147, -2,7 Prozent, 7,2
  • Bad Soden-Salmünster: 111.628, -0,4 Prozent, 8,0

 

Besonders sticht der Städtetourismus 2018 hervor

 

 

Als Zugpferd hat sich erneut der Städtetourismus erwiesen, darunter Rothenburg ob der Tauber mit einem Zuwachs von 12,4 Prozent bei den Ankünften beziehungsweise 10,5 Prozent bei den Übernachtungen sowie Nürnberg mit einem Plus von 7,4 Prozent bei den Ankünften und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen. Was die Entwicklung gegenüber den Vorjahr angeht, sei Fürth mit einem Plus von 26,1 Prozent bei den Ankünften und 34,6 Prozent bei den Übernachtungen "absoluter Spitzenreiter unter den fränkischen Städten", berichtete Herrmann. "Hier zahlen sich die Veranstaltungen im Rahmen des Fürther Stadtjubiläums sowie die Eröffnung neuer Hotels aus".

In diesem Zusammenhang betonte Herrmann, wie wichtig der Mut zu Großprojekten für den Erfolg des fränkischen Tourismus sei. Als Beispiele für gelungene Projekte nannte er das Gesundheitsresort "Siebenquell" in Weißenstadt oder die "Floating Houses" am Brombachsee im Fränkischen Seenland.

"Dass der fränkische Tourismus immer in Bewegung bleibt, zeigen auch die derzeitige Modernisierung und Erweiterung der Franken-Therme in Bad Windsheim mit einem Investitionsvolumen von rund neun Millionen Euro, die Planungen für eine neue Gondelbahn am Ochsenkopf sowie für die längste Fußgängerhängebrücke der Welt im Frankenwald."

Fränkischer Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor

 

 

Ferner ging Herrmann auf die Bedeutung des fränkischen Tourismus als Wirtschaftsfaktor ein. So nennt die aktuelle Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr für die 16 Gebiete des Tourismusverbandes Franken einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro: "Davon profitieren nicht nur Hotel- und Gaststättengewerbe, Verkehrsunternehmen, Reiseveranstalter oder touristische Einrichtungen, sondern auch fast alle anderen Wirtschaftsbereiche."

Wer auf der Suche nach Übernachtungen der besonderen Art ist wird in Franken fündig. Denn dort bieten sich viele Möglichkeiten in ehrwürdigen Burgen und Schlössern die Nacht zu verbringen.

Aufbauend auf 2018 ergaben sich neue Tourismusschwerpunkte

 

 

Nach einem Rückblick auf die Höhepunkte des Jahres 2018 - darunter die "Bayerische Landesgartenschau" in Würzburg oder die Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth (UNESCO-Welterbe) stellte Herrmann die Marketingschwerpunkte für das laufende Jahr vor.

Dazu zählen das Jubiläum "50 Jahre Naturpark Altmühltal", die Garten-schau "Natur in der Stadt" in Wassertrüdingen, der Beginn der Themenjahre "Pittoresk - Rothenburg ob der Tauber als Landschaftsgarten" sowie die Jubiläen "800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim",

"250 Jahre Alexander von Humboldt" und "200 Jahre Queen Victoria und Prinz Albert zu Sachsen-Coburg und Gotha".

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstands wurde Innenminister Joachim Herrmann von der Mitgliederversammlung einstimmig in seinem Amt bestätigt.

Das renommierte Reisemagazin Geo hat eine Top 10-Liste mit den schönsten Fachwerkstädten in Deutschland veröffentlicht. Gleich drei fränkische Orte haben es in das Ranking geschafft - je einer pro Regierungsbezirk.

 

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