Nur Garmisch-Partenkirchen schneidet besser ab: In einer Vergleichsstudie unter knapp 600 deutschen Mittelstädten zwischen 20.000 und 75.000 Einwohnern nimmt Bad Kissingen Rang zwei ein.
Bad Kissingen muss zu den Touristenhochburgen unter den Mittelstädten in Deutschland gezählt werden. Das ist nicht wirklich eine überraschende Nachricht. Gleichwohl konnte man nicht als selbstverständlich unterstellen, dass Deutschlands bekanntester Kurort beim Vergleich der Bedeutung des Fremdenverkehrs für fast 600 Städte zwischen 20 000 und 75 000 ganz weit vorne landet.
Genau das hat eine Analyse des Magazins KOMMUNAL und der Contor GmbH jetzt aber ergeben. In der Studie nimmt Bad Kissingen hinter Garmisch-Partenkirchen Platz zwei ein.
Touristenhochburg Bad Kissingen: Bei Zahl der Gästebetten und Belegung sogar vor dem Gesamtsieger
Ausgewertet haben die Macher der Studie zahlreiche Daten aus Themenbereichen wie Bettenzahl und Bevölkerungsentwicklung, Beschäftigung in Hotellerie und Gastronomie, Einkommen und Insolvenzraten. Unterm Strich beschert das Bad Kissingen einen Platz weit vor vergleichbaren Kommunen. Die nächste unterfränkische Stadt in der Rangliste ist Kitzingen auf Platz 50. Unter die ersten 50 kommen im über die bayerischen Grenzen hinaus reichenden Umkreis Bad Kissingens nur noch Fulda (Rang 43), das ebenfalls hessische Gelnhausen (Rang 21) und Bad Mergentheim (Baden-Württemberg, Rang 35).
Kriterien, die besonders für Bad Kissingen ins Gewicht fielen, sind im Vergleich der Mittelstädte die Zahl der Gästebetten und deren Belegung.
In diesen Kategorien liegt Bad Kissingen ebenso vor dem Gesamtsieger Garmisch-Partenkirchen wie bei der Bevölkerungsentwicklung und beim Wanderungssaldo sowie bei der geringen Zahl an Insolvenzen.
280 Betten je 1000 Einwohner
Die Zahl der Gästebetten je 1000 Einwohner gibt die Studie für Bad Kissingen mit 280 an. In Garmisch-Partenkirchen liegt der errechnete Wert mit knapp 255 darunter. Bei der Bettenbelegung steht in der Studie für Bad Kissingen ein Wert von 66 Prozent. Garmisch-Partenkirchen kommt auf 43 Prozent. Betrachtet man jedoch nur die Zahl der Gästebetten in Hotels, dann landet der oberbayerische Markt weit vor Bad Kissingen.
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Vermutlich hat das aber nicht zuletzt mit den sehr unterschiedlichen Strukturen der beiden Orte zu tun. Garmisch-Partenkirchen ist stärker auf Tourismus ausgerichtet. Bad Kissingen hat größere Bedeutung als Standort für Gesundheit und Reha.