Im eskalierenden Handelskonflikt mit dem Nachbarn Kanada hat der US-Präsident eine neue Bühne eröffnet - und denkt öffentlich über die Umbenennung eines der fünf großen Seen Nordamerikas nach.
Mitten im angespannten Handelskonflikt mit Kanada hat US-Präsident Donald Trump die Umbenennung eines Grenzsees zwischen den beiden Ländern ins Spiel gebracht. «Die Vereinigten Staaten erwägen ernsthaft, den Lake Ontario in „Lake America“ umzubenennen, da wir nicht mehr damit rechnen, nennenswerte Geschäfte mit Ontario zu tätigen», schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
Der Premierminister der kanadischen Provinz Ontario, Doug Ford, hatte am Vortag vor dem Hintergrund neuer US-Strafzölle gegen Trump ausgeholt und etwa gesagt, der US-amerikanische Präsident «kann meinen Arsch küssen». Ford brachte zudem Einschränkungen bei der Stromversorgung der USA aus Kanada und dem Zugang zu kritischen Rohstoffen ins Spiel. Ontario ist Kanadas bevölkerungsreichste Provinz und wirtschaftlich eng mit den USA verflochten. Zu den wichtigsten Exportgütern in die USA gehören Autos und Autoteile sowie Metall- und Mineralprodukte. Die Provinz liefert zudem Strom in die US-Bundesstaaten New York, Michigan und Minnesota.
Seit dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen Washington und Ottawa Ende vergangener Woche hat sich der Streit zwischen den Nachbarländern deutlich verschärft. Die USA verhängten am Wochenende Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte daraufhin Gegenzölle an. Trump wiederum reagierte mit einer Drohung, zum Jahreswechsel die Zölle auf kanadische Autos, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent anzuheben.