Öffentliche Schulden steigen auf nächsten Rekordwert

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Pro-Kopf-Verschuldung
Die öffentliche Verschuldung stieg um 151,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. (Symbolbild)
Pro-Kopf-Verschuldung
Oliver Berg/dpa

Knapp 32.000 Euro Schulden pro Kopf waren es Ende 2025. Der Staat hat sich erneut mehr Geld geliehen. Regional ist die Situation unterschiedlich.

Die öffentliche Verschuldung ist im vergangenen Jahr auf den Rekordstand von 2.662,2 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht nach Angaben des Statistischen Bundesamts zum Jahresende 2025 einer Pro-Kopf-Verschuldung von 31.887 Euro, das waren 1.821 Euro mehr als im Vorjahr. 

Es handelt sich um Schulden, die der öffentliche Gesamthaushalt - das sind Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände sowie die Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte - beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich haben. Dazu gehören beispielsweise Kreditinstitute und private Unternehmen. 

Die öffentliche Verschuldung war zum Jahresende 2025 um sechs Prozent oder 151,4 Milliarden Euro gegenüber dem Stand des Vorjahres gewachsen.

Anstieg fast auf allen Ebenen

Der Bund war mit 1.840,4 Milliarden Euro verschuldet, das waren 6,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Bundesamt mitteilt. Die Schulden der Länder stiegen um 2,9 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro. 

Die Pro-Kopf-Verschuldung ging lediglich in drei Ländern zurück: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Berlin - in der Bundeshauptstadt den Angaben zufolge vor allem wegen einer Umorganisation. Der stärkste prozentuale Schuldenanstieg pro Kopf gegenüber dem Vorjahr wurde Ende 2025 mit plus 17,1 Prozent für Sachsen ermittelt - wobei dort wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach Bayern vorlag.

Zweistelliger Anstieg bei den Kommunen

Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände wuchs den Angaben zufolge zum Jahresende 2025 im sechsten Jahr in Folge, diesmal um 15,4 Prozent auf insgesamt 197,0 Milliarden Euro. 

Lediglich in Thüringen verringerte sich die Pro-Kopf-Verschuldung auf der kommunalen Ebene, wie das Bundesamt mitteilt. Dort wiesen die Kommunen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aus - nach den Kommunen in Brandenburg.

Die Gesamtschulden der Sozialversicherung reduzierten sich um 2,5 Millionen auf 13 Millionen Euro.