Der Meteorologe Dominik Jung, eher bekannt für markige Aussagen zum Thema Wetter, hielt sich auffällig zurück: Mitte Juli, so Jung gegenüber wetter.net Anfang der Woche, könnte in Deutschland eine neue Hitzewelle drohen. Temperaturen an oder über die 40 Grad - und das mehrere Tage in Folge. Dazu keine oder kaum Niederschläge. Sicher sei dies jedoch noch nicht.

Auch die Meteorologin Britta Siebert-Sperl vom Wetterkontor befürchtete gegenüber dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) ab Mitte Juli eine Hitzeperiode in Deutschland: „Im Zeitraum von Samstag (16. Juli) bis Mittwoch (20. Juli) wird es voraussichtlich immer heißer. Die Temperaturen kommen mancherorts an die 40-Grad-Grenze heran. Es ist möglich, dass die 40-Grad-Marke geknackt wird“.  Die heißen Luftmassen ziehen von Süden heran - es drohe eine ähnliche Lage wie zuletzt in vielen Regionen Südeuropas

Wird die Hitzewelle zum Flop?

In vielen Medien wurde deswegen vor einem Hitzeschock gewarnt: Bei Temperaturen um 40 Grad überhitzen gerade in den Städten viele Menschen, gefährdet sind dann nicht nur ältere Menschen. Doch mittlerweile sieht die Lage anders aus. Laut den meisten Wettermodellen wird es im Laufe der nächsten Woche zwar wieder deutlich wärmer.

Von Temperaturen um die 40 Grad ist derzeit aber kaum etwas zu sehen. So werden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Wochenende vom 15. bis zum 17. Juli Maximaltemperaturen von 26 Grad im Norden und 33 Grad im Süden erreicht. In Ausnahmefällen können örtlich auch Temperaturen um die 35 Grad erreicht werden. Damit wäre man aber immer noch ein paar Grad unter den zunächst angekündigten 40 Grad.

Laut daswetter.com wird eine enorme Hitzephase derzeit vor allem im US-Wettermodell vorhergesagt. Andere Modelle, unter anderem das deutsche ICON, schätzen den Einfluss kalter Luftmassen aus dem Norden deutlich höher ein. Daher steigen in diesen Modellen die Temperaturen nicht annähernd so hoch. Wer am Ende recht behalten wird, ist noch unklar. Sichere Vorhersagen können meist erst wenige Tage vorher gemacht werden.  

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Dürre, Hitze und zahlreiche Brände in Südeuropa

Welch massive Auswirkungen eine längere Hitzephase haben kann, konnte man zuletzt wieder in Südeuropa beobachten. Dort hat Italien wegen der gravierenden Trockenheit in fünf Regionen - Lombardei, dem Piemont, der Emilia-Romagna, Venetien sowie Friaul-Julisch Venetien - den Notstand beschlossen. Vor allem Norditalien erlebt derzeit eine heftige Trockenheit. Große Seen wie etwa der Gardasee führen deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Der Wasserstand im Fluss Po - der längste Strom Italiens - ging so weit zurück, dass an der Meermündung Salzwasser kilometerweit in das Flussbett drang. Der Pegel ist an manchen Stellen so niedrig wie seit 70 Jahren nicht mehr. Städte wie Pisa und Verona schränkten unlängst die Wassernutzung ein. Venedig und Mailand drehten einen Teil der Brunnen ab.

In Spanien waren die Temperaturen zuletzt tagelang nicht unter 40 Grad gefallen. Heftige Waldbrände wüten noch immer im Land. Hitzeperioden nehmen in Spanien zu, so der staatliche meteorologische Dienst Spaniens. Diese Entwicklung sei auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen. Man werde sich nicht wundern dürfen, wenn irgendwann die 50-Grad-Marke erreicht werde.

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Auch in Griechenland kämpften zuletzt hunderte Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfer gegen Waldbrände. Auch wenn es ihnen gelang, mehrere große Waldbrände unter Kontrolle zu bringen, bleibe die Gefahr groß, sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Staatsfernsehen (ERT). Die Brände seien nach Angaben der Meteorologen wegen der lang anhaltenden Dürre und der hohen Temperaturen ausgebrochen und wurden durch starke Winde angefacht.

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