Mehr als 1.400 Intersport-Geschäfte gibt es schon. Mehrere Hundert davon auch unter dem eigenen Namen. Doch die Deutschlandkarte zeigt noch viele weiße Flecken.
Der Sporthändlerverbund Intersport kommt mit der Eröffnung neuer Geschäfte schneller voran als geplant. «Wir werden unser Ziel von 100 neuen Standorten bis 2030 früher erreichen», sagte der Vorstandschef von Intersport Deutschland, Alexander von Preen, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb könne er sich vorstellen, noch «einige Standorte draufzupacken». Eine konkrete neue Zahl nannte der Manager nicht. Auf der Deutschlandkarte gebe es aber noch genügend weiße Flecken.
Im noch bis Ende September laufenden Geschäftsjahr wurden demnach bislang 13 neue Intersport-Geschäfte eröffnet - unter anderem in Herford, Göttingen, Bochum, Schapen, Essen, Nürnberg, Cottbus, Freising, Bad Zwischenahn und Nordhorn. In den kommenden Wochen sollen weitere Standorte dazukommen. Ursprünglich waren im laufenden Jahr neun Neueröffnungen geplant. Dieses selbstgesteckte Ziel werde man deutlich übertreffen, sagte von Preen.
In Summe hat der Verbund in den vergangenen Jahren 56 neue Läden eröffnet. In diese Zahl fließen aber zum Beispiel auch Erweiterungen und die Umstellung bestehender Geschäfte auf die Intersport-Markenidentität ein. Intersport ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Sportfachhändlergruppe. Ihr gehörten zuletzt bundesweit rund 700 Händler mit gut 1.400 Geschäften an. 420 davon firmieren auch unter der Marke Intersport.
Intersport will mit neuen Läden wachsen
Intersport hatte das Expansionsziel im Jahr 2023 ausgegeben, um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen. Bis Ende des Jahrzehnts will der Händlerverbund seinen Umsatz im Tagesgeschäft und durch Zukäufe auf etwa sechs Milliarden Euro steigern - und damit auf einen erwarteten Marktanteil von gut 30 Prozent.
Dabei setzt Intersport auch auf neue Konzepte: Neben einem vergrößerten Netz von Premium-Geschäften will die Genossenschaft mit sogenannten «Superstores» Familien und Kunden ansprechen, die besonders auf den Preis achten. Zwei dieser besonders großen Läden gibt es bereits in Chemnitz und Halle an der Saale. In den kommenden Jahren sollen 10 bis 15 weitere hinzukommen, sagte von Preen. Damit will Intersport vor allem im Wettbewerb mit Decathlon bestehen. Der französische Sportartikelhändler drängt bereits seit einiger Zeit mit neuen Laden-Konzepten in die deutschen Innenstädte.
Verbraucherstimmung drückt auf Geschäft
Kurz vor Ende des Geschäftsjahrs gab Vorstandschef von Preen noch keine konkrete Prognose zum Ausgang ab: «Wir schlagen uns nicht schlecht, so viel kann ich sagen», sagte der Manager. Man profitiere von der Verbund-Stärke und der Entwicklung der verschiedenen Handelsformate. Außerdem habe die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika einen enormen Schub gegeben.
Intersport hat nach eigenen Angaben im Zuge des Turniers mehr als 600.000 Trikots verkauft. Das wäre rund ein Fünftel mehr als bei der Heim-EM 2024, als der Verbund etwa eine halbe Million Jerseys absetzte. Trotz des relativ frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft sei die Nachfrage hoch gewesen. «Das war eine runde Sache», sagte von Preen.